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Spanien September 1999
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Folgenden Text / Bilder kann man direkt anwählen:
 buttblue.gif Zeltaufbau  buttblue.gif La Espina  buttblue.gif Zug
 buttblue.gif Aufbruch  buttblue.gif Regen ohne Ende  buttblue.gif Alte Kirche
 buttblue.gif La Franc  buttblue.gif Estella  buttblue.gif Geisterstadt
 buttblue.gif TDM wird gerettet  buttblue.gif Brücke bei Huesca  buttblue.gif Kurven
 buttblue.gif Feuer überall  buttblue.gif 2 Esel  buttblue.gif Der Torwächter
 buttblue.gif Ordesa Park  buttblue.gif Mühle von Can Aulet  buttblue.gif Bein kühlen
 buttblue.gif Tips und Tricks  buttblue.gif Literatur/Karten  buttblue.gif Adressen
 
 
 

 
 
Reisebericht
 
 
Freitag – Reisetag!     Vor uns liegen 4 Wochen Spanien
 
1. Tag       Samstag
 
Bordeaux – Bidart.  Zelt aufgestellt und erst einmal ab in den Atlantik gehüpft.
 
Zeltaufbau
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Danach relaxt.
 
2. Tag       Sonntag
 
Tour Richtung „La Rhune“. Über St. Jean de Luz (N10) bis Abzweig Richtung Ascain (D918). In Ascain auf die D 4 Richtung Sare. Hier ein schönes Schlängelstück bis zur Talstation „La Rhune“. Wer will, kann auf dem großen Parkplatz sein Bike abstellen  und mit der alten Zahnradbahn den Gipfel stürmen. Oben kann man billig (spanische Seite) einkaufen und den Blick in die Täler genießen (sofern gerade kein Nebel die Sicht behindert). Außer einer riesigen Sendeantennenanlage gibt es aber nicht so arg viel zu sehen. Da wir schon 2 x oben waren, klemmen wir uns die Zahnradbahn und fahren weiter auf der D 306 Richtung „Grottes Prehistoriques“ um ein Raucherpäuschen zu machen und etwas Flüssigkeit zu uns zu nehmen. Bei 30° kleben die Ledersachen wie eine 2. Haut. Weiter geht es Richtung Sahnesträßchen, welches ich vor ein paar Jahren mal (mit der alten Ténéré) gefunden hatte. Hierauf habe ich mich schon seit Tagen gefreut, mußte aber feststellen, daß die Jahre am Belag der Straße mächtig genagt haben. Die Rede ist vom weiteren Verlauf der D306 Richtung Etxalar (span.). Kleine Wedelkurven  schlängeln sich bergauf, gesäumt von Farnen u anderen Gewächsen. Ober auf dem Gipfel, dem Col de Lizarriela, befindet sich eine verlassene Zollstation. Auf spanischer Seite haben die Spanier wieder die Bauwut gehabt und ein nagelneues feines Sträßchen in die Prärie gezimmert. Die Straße hatte ich allerdings als grauselig in Erinnerung. Ja, ja, die Zeiten ändern sich halt. Nach Etxalar stoßen wir wieder auf die N121, der wir Richtung Irun folgen. In Bera / Vera zweigen wir nach Osten ab, um noch ein paar kleinere Straßen Richtung Frankreich zu fahren. Nach einer Mißdeutung der Beschilderung in Bera / Vera befinden wir uns jedoch wieder auf der N121. Im 2. Anlauf klappt es dann aber und wir nehmen die C 131 Richtung Francia / Xantelerrekz.
 
3. Tag       Montag
 
Abreise Richtung Ribasedella. Anfänglich wollten wir nur über Landstraßen zum Ziel gelangen, nachdem wir jedoch in San Sebastian dummerweise der zweideutigen Beschilderung zum Opfer fallen und ca. 45 Min. durch die Innenstadt irren, beschließen wir in Zarautz auf die Autobahn Richtung Bilbao zu fahren. Das spart Zeit und jede Menge Nerven. Da die N634 zwar kostenfrei, dafür aber nur einspurig zu befahren ist, kommt doch erheblich schneller voran. Für die Strecke Zarautz – Bilbao sind pro Motorrad ca. 1400,- Ptas fällig. Eine lohnende Investition, wie wir finden. In dem Drecksloch Bilbao kann man trotz Rush-hour flott der A 8 Richtung Santander folgen. Um weiter nach Westen zu gelangen, steht man kurz vor Santander noch einmal vor die Wahl. Südwärts über die N634 Richtung Torrelavega, oder weiter über die A 8 Richtung Santander und dann über die A 67 Richtung Torrelavega. Wir entscheiden uns für die nördliche Route. Ein Motorradfahrer, der uns mit Schmackes vor dem Abzweig überholt hatte und die südliche Route nahm, überholt uns später bei Cabezon auf der N634 erneut! Weiter auf der N634 bis Ribasedella. Hierin der Gegend beziehen wir unser 1. Haus. Total einsam und weitab jeglichen Trubels.
 
La Espina
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4. Tag       Dienstag
 
Lange geschlafen, dann Aufbruch zur Kurztour. N 634 Richtung Colunga. Auch hier sind die Überholmanöver selten möglich und von kurzer Freude. Ständig hat man kriechende Kieslaster vor sich, mit einer langen Schlange von Autos dahinter. Kurz vor Colunga zweigen wir auf die AS 260 Richtung Arriondas. (In meiner Karte heißt die aber N 637!). Was anfänglich beginnt, steigert sich zu einer echten Pracht. Kurz vor dem Gipfel beginnt es dann toll zu werden. Astreiner Belag mit schnellen aber engen Kurven. Hier kann die Kuh (und auch die TDM) so richtig fliegen. Der obligatorische Aussichtspunkt liegt eh im Nebel, also weiter.
Bis nach Arriondas hinab swingt man nur so durch die Kurven. Nach einem Tankstopp geht es weiter Richtung Cangas de Onis. Von hier auf die N114 Richtung Covadonga, die sich später aufgabelt. Wir bleiben zunächst auf der N114 Richtung Las Arenas, zweigen dann aber nach Corao Richtung Labra ab. Hier wird es dann aber recht eng und kurvig. Die Strecke ist maximal im 2. oder 3. Gang zu fahren und ist nix für Schreckhafte. Auf den wenigen Geraden passen Auto und Moped gerade mal so aneinander vorbei. In den Kurven muß das ABS schon mal ran, um nicht den Lack mit einem gegnerischen Fahrzeug auszutauschen, oder in der üppigen Botanik zu landen. Für die 23 km nach Nueva geht fast eine Stunde drauf. Kurz vor Nueva wird es dann noch einmal holperig. Hier tauchen dann auch wieder die Kieslaster auf, gegen die man auf jeden Fall nur 2. Sieger bleibt. In Nueva wieder auf die N634 Richtung Ribasedella.
 
5. Tag      Mittwoch
 
Da es gestern bei Vino und Bier recht spät wurde, kommen wir erst so gegen Mittag in die Hufe. Wir wollen in die Schlucht von La Hermida, südöstlich von uns gelegen. Um fix voran zu kommen, nehmen wir die altbekannte N 634, die jedoch gerade ausgebaut wird. Eigentlich herrscht hier Tempo 70, aber das scheint niemanden zu stören. In Unguera geht es nach Süden auf die N 621, eine zunächst breite Straße, die sich dann aber zunehmend immer enger durch die schöne Landschaft schlängelt. Die „einheimischen Touristen“ aus Madrid oder Barcelona schleichen wie bei uns durch die Gegend, können aber problemlos auf den wenigen geraden Stücken überholt werden. In Lebena machen wir Kehrt und nehmen in La Hermida die N6314 Richtung Puentenansa hoch in die Berge. Ein hervorragendes Sträßchen, das uns zudem noch mit einer grandiosen Aussicht in mehrere Täler belohnt. Bis Lafuente bleibt die Straße toll, dann mutiert sie allerdings zu einem holperigen Löcherpfad. Dummerweise entschließen  wir uns an der Gabelung hinter Sobrelapena weiter Richtung Puentenansa zu fahren. Hier empfehle ich jedoch (wenn man eh später nach Norden will) nach links Richtung La Palomera zu fahren. Auf diese Straßen stoßen wir später noch. Wir hoppeln noch bis Puentenansa, zweigen nach links Richtung Celis / Cades ab und nehmen hinter Cades den Abzweig nach links über den Rio Nansa nach Cabanzon / Panes. Hier fahren wir auf die Straße, die wir anstelle der Holperstrecke nach Puentenansa besser direkt gewählt hätten.  Ein neues 1a Sträßchen, auf dem das Grinsen wieder bis zu beiden Ohren reicht. Also genau unser Ding. Zurück geht es wieder über die N621 Richtung Unguera, dann wieder über die langweilige N634 Richtung Ribasedella.
 
6. Tag        Donnerstag
 
Strandtag!!    (Sollte auch mal sein!)
 
 
7. Tag        Freitag
 
Beim Frühstück irritiert uns ein Dauerpiepton, den wir nicht näher identifizieren können. Bei genauerer Recherche stellen wir fest, daß direkt vor unserem Haus ein Güterzug entgleist ist. Davon haben wir überhaupt nicht mitbekommen. Das Gepiepe stammt von 2 schweren Lastkranwagen, die rückwärts neben den Gleisen rangieren. Neugierig wie ich bin, schnappe ich mir die Kamera, um ein paar Schnappschüsse zu machen.
 
 
Zug
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Zu meinem Erstaunen kann ich bis auf ein paar Meter an den Ort des Geschehens heran. Keine Absperrung, keine Security oder Polizei. Von den ca. 10 Leuten, die mit der Bergung beschäftigt sind, (5 Malocher, 5 Krawattenträger) interessiert sich niemand für mich. Während einer der Kräne einen tonnenschweren Waggon hochhebt, laufen darunter frisch und froh die anderen Arbeiter hindurch. Helme sind hier ebensowenig zu finden wie Arbeitsschuhe. In Espandrillos wird hier vornehmlich gearbeitet. Als der Kranführer dann noch mit dem am Haken hängenden Waggon einen Telefonmast streift und ihn fast flachlegt denke ich nur: Das kann noch dauern bei den Grobmotorikern, insgesamt 4-5 Waggons sind entgleist, haben die Schienen ruiniert, die Ladung (Stahlblechrollen) ist teils noch auf den Waggons, teils einen Abhang hinabgerollt und hat dabei noch einen neuen Weidezaun geplättet. Nach einiger Zeit lassen alle wie aus heiterem Himmel alles stehen und liegen und verziehen sich in ihre wohl tariflich festgelegte Siesta. Kein Mensch ist mehr an der Unfallstelle. Nur ein paar Kinder, die mir zugesehen hatten, nutzen die Abwesenheit der anderen, um den Zug genauer zu inspizieren. Ich muß innerlich grinsen, bei uns wären sicherlich 50 Mann vom THW vor Ort, die Polizei hätte alles weiträumig abgesperrt und alle würden sich selbst im Weg stehen. Dafür wird hier wohl bis Montag kein Zug mehr fahren, denke ich und gehe zurück zum Haus. Ich sollte mich irren..... Da es schon Mittag ist und ziemlich warm, verschieben wir unsere Tour auf den Nachmittag, 14.00 Uhr. Zunächst einmal müssen wird durch die Zugbaustelle, kein Problem. Auf der Straße steht schon ein Tieflader mit neuen Schienen bereit. Wir wollten heute ins nationale Reservat von Riano, genau südlich von Ribasedella. Also nehmen wir die altbekannte N634 Richtung Arriondas, zweigen hier ab auf die N625 Richtung Cangas de Onis. Bei der Ortsdurchfahrt von Cangas fällt mein Blick auf ein Thermometer an einem Geschäft: 33°C im Schatten. Deswegen läuft mir die Suppe also in den Slip. Aufgrund dieser Erkenntnis verpassen wir glatt den Abzweig der N625 und befinden uns auf der AS114. Nach 2km bemerke ich dann den Irrtum und nach einem kleinen Dreherle sind wir dann auch schon wieder auf der N625. Komisch, von dieser Seite kann man ein fettes Schild sehen. ...
Ausgeschildert ist Puerto del Ponton / Riano. Mit zunehmender Höhe wird es kühler, aber die Straße wird auch recht eng. Die Kollegen mit den LKW‘s sind auch wieder unterwegs, nur diesmal haben sie eine überbreite Ladung Strohballen anstatt Kies auf dem Auflieger. Wild hupend taumeln sie einem auf der Ideallinie (Fahrbahnmitte) entgegen. Wenigstens hupen die meisten. Die Gegend wird zunehmend traumhafter. Die Straße schlängelt sich durch eine tiefe Schlucht, die von üppigem Felsmassiv eingerahmt wird. Mit dem Überschreiten der regionalen Grenze von Asturien nach Cantabrien wird auch der Asphalt schlagartig besser. Um nicht zu sagen: phantastisch. Wie mit einem Lineal gezogen, so eben und glatt. Ab dem Puerto del Ponton (1300m) wird es dann richtig traumhaft. Breite Straße, tolle Kurvenkombinationen, erstklassig geschnitten. Wir haben soviel Spaß, daß wir den Abzweig auf die N635 links (rechts) liegen lassen und entlang der Uferstraße die riesigen Embalse de Riano-Sees düsen (um nicht zu sagen: heizen). Wir überqueren noch die Brücke Richtung Carande, drehen dann und fahren die Strecke wieder zurück bis zum Abzweig Richtung Pola. Kaum in Asturien, wird die Straße auch schon wieder holperig. Wir hüpfen noch bis Arrobio, nehmen dann die „Abkürzung“ Richtung Infiesto.  Hier wird es jedoch noch schlimmer. In den Bergen wird es dann richtig eng und holperig. Max. 3. Gang, max. 40-50 km/h. Die 33 km bis Infiesto ziehen sich wie Kaugummi. Nach 12 km Abkürzung braucht mein Hinterteil mal `ne Pause. Frisch gestärkt nach einem Lungenstäbchen machen wir uns wieder auf. Doch jetzt wird es richtig fies. Rollsplitt, Kuhscheiße und andere Nettigkeiten liegen meist im Scheitelpunkt der Kurven. Mir reicht es. Als wir Infiesto, und damit die N634, erreichen, macht mein Arsch Luftsprünge vor Freude , mein Körper leider nicht, jemand hat den Fön auf „Hot“ gestellt und wohl vergessen ihn wieder abzustellen. Hier in den Tälern herrschen erheblich höhere Temperaturen als in den bewaldeten Bergen. Als wir gegen 19.00 Uhr und 270 km später unser Haus erreichen, ist die Zugbaustelle schon fast gar keine mehr. Die Waggons liegen seitlich in Reih und Glied im Gras, die Bagger haben schon ein neues Kiesbett geformt. Wenn die weiter so reinhauen, fährt morgen früh wieder der erste Zug.
 
8. Tag       Samstag
 
Obwohl der Himmel bedeckt ist, beschließen wir einen Strandtag einzulegen. Der Strand zu dem wir wollen, liegt westlich von Luanco, zwischen Aviles und Gijon. Wir nehmen wieder die N632 Richtung Gijon über Colunga geht es durch das schnuckelige Villa viciosa nach Gijon. Hier komme ich auf die tolle Idee, doch mal die Altstadt zu besichtigen (um eine zu rauchen). Eine Idee, die letztlich wieder Nerven kostet. Durch die Häuserschluchten dringen wir in die Altstadt und zum Hafen mit angrenzendem Strand vor. Eigentlich recht schön hier, nur der Rückweg aus der Stadt bringt mich wieder fast zur Raserei. Nur Einbahnstraßen, keine brauchbare Beschilderung, Stop an Go an roten Ampeln. Von Schildern der N632, die eigentlich mitten durch den Ort geht, keine Spur. Da, ein Schild nach Aviles über die AS 19??. Gibt es auf meiner Karte nicht! Egal. Wir folgen dem Schild, doch an einem Kreisverkehr ist es dann vorbei. Nichts mehr von Aviles. Wir kurven durch die Stadt bis zu einem neuen Schild: Aviles N632 geradeaus. Wir folgen dem Schild und landen: auf der Autobahnumgehung aber leider Richtung Santander. Wir drehen an der nächsten Ausfahrt und hier stimmt plötzlich wieder alles. Genervt verlassen wir die Autobahn Richtung Candas / Luanco. Hier schlängelt sich ein kleines Sträßchen durch dreckige Industrienester bis hinauf in eine Landzunge. Unterwegs fahren wir durch ein rauchendes Flammenmeer, weil neben der Straße die Wiese samt Wald brennt.
 
Feuer überall
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Scheint aber niemanden zu interessieren. Von einem Hügel aus sehen wir schon den recht schönen Strand von Luanco. Wir mogeln uns bis dorthin durch die Stadt, parken die Bikes direkt  an der Uferpromenade und betreten den Strand. Hier werden wir wie üblich dank unserer Lederkombis angeglotzt. Wir pellen uns aus den Klamotten und ab ins Wasser: Brr-kalt. Birgitt traut sich dann doch, ich schaue mir lieber das bunte Strandtreiben an. Mit Sack und Pack, Kühltaschen und Liegen, Sonnenschirmen und Kindern fallen die Einheimischen über den Strand her. Echt lustig! Ich beobachte eine Zeitlang die posenden Dorfschönheiten und die lässigen Machos. In regelmäßigen Abständen bleiben die Leute an unseren Bikes  stehen und gestikulieren. Anscheinend haben sie ein Motorrad mit einem Schnabel noch nicht so oft gesehen, oder sprechen sie über die TDM? Gegen 18.15 Uhr machen wir uns auf den Rückweg nach Ribasedella. Trotz zügiger Fahrt brauchen wir fast 2 Stunden für den Rückweg,  der nur 100 km lang ist.
 
9. Tag       Sonntag
 
Es regnet. Wir deklarieren den Tag als Packtag und bleiben im Haus und machen es uns gemütlich.
 
10. Tag     Montag
 
Es regnet noch immer, aber es hilft nichts: heute müssen wir das Haus räumen. Gegen 10.30 Uhr brechen wir trotz des Regens Richtung Santander auf. Wir wollen nach Estella (Navarra), genau südlich von San Sebastian.
 
Aufbruch
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Um wenigstens flott voran zu kommen, wollen wir weitgehend Autobahnen benutzen. Das Befahren der Landstraßen kosten zuviel Zeit. Wir nehmen die A 8 Richtung Bilbao, wechseln dann auf die A 68 Richtung Vitoria/Gasteiz. Es schifft ununterbrochen und als wir an einem Truck-Stop eine Pause einlegen wollen, bleibe ich mit der Regengamasche in der Fußraste hängen. Das hat zur Folge, daß ich meinen Fuß nicht mehr rechtzeitig auf den Boden bekomme. Die GS kippt und ist nicht mehr zu halten. Schwupps, liegt sie auf der Seite. Ich springe ab. Da der Motor noch an ist und der 1. Gang noch drin ist, dreht sie sich auf dem Sturzbügel noch um 180°. Brauche ich wenigstens nachher nicht mehr drehen. Alleine ist sie dank Gepäck nicht mehr aufzuheben, also packt Birgitt mit an. Nicht ist kaputtgegangen, nur das Nummernschild ist etwas verbogen. Jetzt brauchen wir erst einmal einen Kaffee, oder auch mehrere.
 
Es regnet...
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Nach einer Stunde brechen wir wieder auf, hinterlassen eine riesige Wasserlache in dem Café, aber egal. In Vitoria/Gasteiz zweigen wir ab auf die N1 Richtung San Sebastian. In Alsasna gibt dann der Wettergott noch einmal alles. Es schüttet so sehr, daß die Autos auf der Standspur stehenbleiben. Auf der Fahrbahn bilden sich tiefe Seen, die eine Weiterfahrt zur reinen Nervensache machen. Die Regenkombis haben schon lange aufgegeben, naß bis auf die Unterwäsche fahren wir weiter. Dummerweise haben wir in dem Wetterchaos den Abzweig nach Pamplona auf die N240 A übersehen. Wieder heißt es drehen und zurück. Dann nehmen wir die N120 Richtung Estella. Wir haben aus dem ADAC-Campingführer einen Platz in Estella ausgesucht, der ganzjährig samt Restaurant und Supermarkt geöffnet haben soll. Die Anfahrt soll im Ort ausgeschildert sein. Doch auf der N120 sollte es uns noch einmal arg beuteln. Nach 3 km geht es ab in die Berge und somit ab in den Nebel. Ruckzuck beträgt die Sichtweite nur ein paar Meter. Jetzt ist wieder Konzentration angesagt – uups da ist ja eine Spitzkehre! Man kann den Straßenverlauf nur erraten, also muß das ABS ab und zu mal ran. Birgitt erzählt später, daß sie nahe dran war, das Moped abzustellen, um sich per Hubschrauber ins Tals fliegen zu lassen. Aber der hätte bei dieser Suppe auch nicht landen können. ? Auf der anderen Seite des Berges lichtet sich der Nebel. 5 km vor dem Ziel hört es ironischerweise dann auch auf zu regnen – vorerst. Also ab in die Innenstadt. Keine Schilder! Nach einer ½ h Irrfahrt entdecken wir ein Tourist-Office. Man malt auf dem Stadtplan eine grobe Skizze für die Anfahrt. Leider führt der Weg durch die Fußgängerzone, so daß uns auch nicht geholfen ist. Entnervt gurken wir erneut weiter, finden dann endlich (am Ortsausgang nach Pamplona) ein Schild mit einem Hinweis. Endlich am Campingplatz eingetroffen, beginnt es dann auch schon wieder zu schütten. Wir haben die Schnauze voll und mieten einen Caravan. Der Verwalter erklärt uns, daß Restaurant und Supermarkt für den Rest der Saison geschlossen haben. Klasse! Nachdem wir erst einmal in trockenen Klamotten laufen wir abends zu Fuß die 2 km in die Stadt und setzen uns in ein Restaurant. Hier ziehen wir uns eine Flasche Vino de la Casa rein und essen gemütlich. Da es ausnahmsweise nicht regnet, als aus dem Restaurant kommen, laufen wir wieder zurück und sparen uns die Kohle für ein Taxi. Froh, nicht in ein nasses Zelt zu müssen, verkriechen wir uns in unseren Wohnwagen und schlafen direkt.
 
11. Tag      Dienstag
 
Nachdem wir so gegen Mittag wach werden, stellen wir fest, daß wir keinerlei Lebensmittel für ein spätes Frühstück mehr haben. Also nutze ich eine Regenpause und frage die 3 Franzosen auf der Parzelle nebenan nach einem Supermarkt. Bereitwillig schildern sie mir den Weg und ich breche auf. Nachdem ich den halben Supermarkt leergekauft habe, gibt es einen Kaffee und etwas in den Magen. Als die Sonne dann noch teilweise durchbricht, kann uns so schnell nichts mehr die Laune verderben. Wir brechen zu einer Fotosafari nach Estella auf.
 
Estella
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Diese Stadt erinnert mich abseits der großen Straßen doch sehr an vergangene Zeiten. Hier ist alles natürlich, schlicht und einfach. Hier leben einfache Leute in alten Häusern. Auf den Balkonen trocknen Pepperoni und Knoblauch neben der Unterwäsche in der Sonne. Der baskische Einfluß ist offensichtlich, auf vielen Wänden  finden sich Aufschriften der ETA. Als uns unser alter Freund, der Regen, wieder zu beglücken droht, verziehen wir uns wieder auf den Zeltplatz in unseren Caravan. Abends laden uns die 3 Franzosen von nebenan auf einen selbstgebrannten Calvados ein. Freiwillig gibt einer der 3 den Alkoholgehalt mit 60-70% an. Nach dem 1. Schluck sind wir dann überzeugt, daß er lügt. Wir sprechen über unsere Arbeit, die Ferien und über Bikes. Man reicht Zucker, um dem Calvados die Schärfe zu nehmen. Nach dem 2. Glas (Whiskyglas, ca. 1/5 voll) kann ich plötzlich fließend spanisch. Nach den beiden (wirklich kleinen) Gläsern bin ich fast hackedicht und wir verziehen uns wieder in den Caravan. Die 3, die hier auf Montage sind, scheinen gut im Training zu sein – man merkt ihnen nichts an.
 
12. Tag       Mittwoch
 
Gute Zeiten  scheinen anzubrechen, als die Sonne morgens durch das Fenster lacht. Es ist zwar kühler als bisher (ca. 20°), aber es regnet wenigstens nicht. Trotz der paar Wolken am Himmel beschließen wir noch 2 weitere Tage unseren Caravan zu mieten. Die Sonne  brennt die letzte Feuchtigkeit aus unseren Klamotten und gegen 10.30 Uhr brechen wir dann auf. Wir verlassen Estella in nordwestlicher Richtung zunächst Richtung Vitoria/Gasteiz, nehmen dann ab er den Abzweig Richtung Olazagutia/Alsasna. Dieses Sträßchen ist sehr gut ausgebaut, gut belegt und führt durch eine tolle Landschaft. Wer hier heizt, ist selber schuld. Die Straße führt zu einem riesigen Hochplateau, auf dem so allerlei Viehzeug anzutreffen ist. Kühe, Schafe, Wildpferde und zuletzt noch ein Esel, der von unserer Prinzenrolle ganz angetan ist.
 
Wie, 2 Esel auf einem Bild ???
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Bei der Abfahrt ins Tal hat man eine tolle Aussicht auf den Verlauf der Straße: ein Meer an Serpentinen und Kehren tut sich vor uns auf. Mit Spaß in den Backen machen wir uns an den „Abstieg“ durch die Sierra de Urbasa. In Olazagutia zweigen wir kurz auf die N240A Richtung Pamplona ab, aber nur um wenige km später auf die N120 Richtung Estella zu gelangen. Das ist die Straße, die bei unserer Anreise im dichtesten Nebel lag und über die wir nur kriechen konnten. Bei Sonnenschein sieht die Sache doch ganz anders aus. Gut ausgebaut kann man die Kuh hier richtig fliegen lassen. Hinter Abarzuza zweigen wir auf ein gelbes Sträßchen Richtung Pamplona / Irun ab. Auch hier nur Grund zur Freude: gut ausgebaut, tolle Landschaft, viele Kurven. Kurz vor Echauri beschließen wir dann doch noch bis Pamplona zu fahren, um ein wenig Sightseeing zu machen. Wir parken die Bikes mitten in der Stadt und suchen zuerst einen Stadtplan. Wir steuern Richtung Zitadelle, landen aber zuerst an der Stierkampfarena. Die ist leider geschlossen, also können wir nur doof davor stehen und uns ärgern. Schade! Zurück also zur Zitadelle. Die erinnert uns aber eher an einen gepflegten Stadtgarten, als an eine schöne alte Ruine. Da haben wir aber schon schönere gesehen. Also machen wir ein Päuschen, um dann arg verschwitzt wieder zu unseren Bikes zurück zu kehren. Es hat doch ziemlich erwärmt und in unseren Lederklamotten, mit Thermojacken, Tankrucksack und Regenzombis schwindet unser Interesse an der Kathedrale von 1397 oder dem Mausoleum Karls des 3. doch erheblich. Also geht es über die landschaftlich schöne, aber sonst recht öde N111 Richtung Logrono zurück nach Estella.
 
13. Tag      Donnerstag
 
Nach einem ausgiebigen Frühstück brechen wir Richtung Vitoria/Gasteiz auf. Dazu nehmen wir von Erstella aus die N132A, die durch eine tolle Landschaft führt, und zudem noch toll zu fahren ist. Durch Wälder und Schluchten, über Bergkuppen, aber auch über schnurgerade Passagen gelangen wir so ans Ziel. In V/G halten wir uns wie immer Richtung Centro Urbano und gelangen so in die Altstadt. Nachdem wir ca. 1 ½ h durch die Stadt getigert sind, steht für uns fest, daß es hier viel schöner als in Pamplona ist. Die Stadt umgibt irgendwie ein anderes, schöneres Flair als im hektischen Pamplona. Eingerahmt von altertümlichen Gebäuden kann man sowohl durch enge Gassen, als auch durch moderne Einkaufspassagen bummeln. Wie in allen anderen spanischen Städten, so ist auch hier zwischen 12.30 Uhr und 17.00 Uhr überall Siesta, nur die zahlreichen Cafés und Bars haben geöffnet. Für den Rückweg können wir nur eine Fahrt über die L122 empfehlen, sofern man sie denn findet. Auf den wenigen Schildern ist sporadisch nur Penacerrada zu finden, aber das ist genau richtig. Während wir durch V/G gurken, philosophiere ich über die Bedeutung der Wegweiser und die Richtung, in die sie deuten. Ich gelange zu folgender Erkenntnis: ein Pfeil z. B. nach rechts kann unterschiedliche Bedeutung haben: erstens:  hier rechts, zweistens: nee, hier noch nicht, drittens: später mal rechts ab, viertens: vorhin rechts ab. Ähnlich verhält es sich mit Pfeilen, die in eine andere Richtung deuten. Am 1. Ortsschild bin ich mir dann doch ziemlich sicher, daß wir richtig sind. Diese Straße entpuppt sich genau als die richtige für Schräglagenfanatiker und Landschaftsgenießer. Also genau für uns gemacht. Von Norden kommend sollte man es auf einen Fall versäumen, auf dem Puerto de Herera den vorhandenen Aussichtspunkt anzusteuern.
 
Torwächter einer Ruine
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Hier wird man auf ca. 1000km mit einer grandiosen Fernsicht über die umliegenden Täler belohnt. Nach dem willkommenen Päuschen geht es dann auf der Straße wieder ans Eingemachte. Wer will, kann auf den großzügigen Serpentinen die Fußrasten mit dem Asphalt bekannt machen. Zwischendurch gibt es immer erholsame Geraden, die ganze Zeit fahren wir durch riesige Weinanbaugebiete. Später zweigen wir ab auf die N124 Richtung Logrone, nehmen dann die N111 Richtung Pamplona/Estella. Auch hier wechseln sich tolle Kurven mit geraden Passagen à la USA ab. Immer wieder irritiert uns auf den Schildern auch der baskische Name der Städte, den man vergebens auf den Karten sucht. Irgendwie wie in Irland, wo auf den Wegweisern auch immer alles auf gällisch steht. Wir lassen den Tag vor unserem Mietcaravan ausklingen und genießen die Sonnenstrahlen. Morgen geht es weiter Richtung Huesca.
 
14. Tag       Freitag
 
Nachdem ich am gestrigen Abend mit den 3 Franzosen doch noch einen Abschiedswein getrunken hatte, und eine nicht auszumachende Mücke uns um unseren Schlaf gebracht hat, starten wir ziemlich müde, entgegen allen Planungen, nicht nach Huesca, sondern nach Ainsa. Dies liegt am südlichen Ende des Ordesa-Nationalparks, den wir unbedingt besuchen wollen. Wir fahren auf der N111 zunächst Richtung Pamplona, kürzen dann aber über 2 gelbe Sträßchen die Sache ab. Das erste Mal drehen wir in Puente la Reina, da die gelben Straßen auf meiner sch.  Karte nicht mit einer Nummer versehen sind. Daher verpassen wir den Abzweig Richtung Campanas. Wir befahren kurz die N121 Richtung Pamplona, dann ist schon Urroz/Huesca über die N240 beschildert.
 
Bruecke bei Huesca
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Zwischendurch trauen wir unseren Augen nicht, als wir an einer riesigen Straußenfarm vorbeifahren. Die N240 Richtung Jaca bietet ein abwechslungsreiches Bild- und Fahrprogramm. Am Stausee von Yesa z. B. tauchen dank des niedrigen Wasserspiegels die Überreste alter Gebäude und Wälder auf. Auch die Straße folgt hier dem kurvigen Uferverlauf. Nicht übel, aber mit soviel Gepäck muß man den Blick schon auf der Fahrbahn halten. Im weiteren Verlauf haben wir öfter den Eindruck, nicht durch Spanien, sonder durch die westlichen USA zu fahren. Sagenhaft! Hier machen wir noch ein Päuschen, stehen an einem Schild mit der Aufschrift: Ainsa 68 km. Locker noch ein Stündchen. Denkste! Ab hier geht es ab in die Berge und die sonst so gute Straße wird zu einem Flickenteppich mit engen Kurven, in denen sich schon mal Steine oder andere Gemeinheiten in der Sonne allen. Als wir in Broto aus dem Gebirge kommen, haben wir für die letzten 40 km fast 1 ½ h gebraucht. Mit zunehmender Höhe wurde die Landschaft zwar schöner, der Belag aber immer holperiger. Vorbei geht es an zerfallenen, verlassenen Geisterstädten Richtung Boltana. Kurz hinter Lavelilla wird die Straße dann zu einer frisch asphaltierten Autobahn. Also geben wir Gas. Kurz vor Boltana gelingt es einem undefinierbaren Flugobjekt trotz hoher Tourenscheibe und halb geschlossenem Visier in meinen Helm zu gelangen und an meiner rechten Augenpartie aufzuschlagen. Anstatt wie üblich zu zerplatzen oder wenigstens bewußtlos wieder aus dem Helm zu fallen, sticht es eine Sekunde nach dem Aufprall gnadenlos zu. Ein stechender Schmerz in meiner Schläfe ist die Folge, daß ich bremse, blinke, das Visier hochreiße und meine Sonnenbrille ab (alles gleichzeitig) und irgendwie versuche zum Stehen zu kommen ohne die GS hinzulegen. Ich springe ab und reiße mir den Helm von der Rübe. Vielleicht ist das Teil ja noch im Helm und ist in der Lage, mehrmals zu stechen. Ist es aber nicht. Sofort ist die Schläfe geschwollen, aber meine Frau ist sofort mit einem kühlenden Insektengel zur Stelle. Es tut höllisch weh und fühlt sich an, als ob meine Augenbraue bereits auf dem Boden hängt. Nachdem ich mir sagen lassen muß, daß Männer ja immer etwas wehleidiger sind, fahren wir die letzten 6 km noch schnell, bevor die Augenpartie vielleicht noch weiter anschwillt. Der Campingplatz, den wir ausgesucht haben, hält was im ADAC-Führer versprochen wurde. Beheiztes und offenes Freibad, Supermarkt und Restaurant sind in Betrieb. Die Sanitärbereiche sind 1a, obwohl er als 5 klassifiziert wird. Den ADAC-Leuten sollte man nicht alles glauben. Da war wohl die Anzahl der Sanitäranlagen der ausschlaggebende Faktor.
 
15. Tag       Samstag
 
Heute steht der Ordesa-Nationalpark auf dem Programm. In der letzten Nacht hatte es noch geregnet, heute morgen ist der Himmel leicht bedeckt. Ideal also, um auf Kraxeltour zu gehen. Wir nehmen also die N138 nach Labuerda, in Escalona zweigen wir nach links ab. Wir wollen zum Canyon von Aniscola, der im Süden des Parks liegt. Schon zu Beginn des Parcs sind wir von der Landschaft überwältigt. Vorbei an tiefen Schluchten, Wasserfällen und hohen, riesigen Felsformationen fahren wir zu einem Parkplatz. Im gesamten Park herrscht ein Verbot für Fahrzeuge. Auch die Straße zu dem Parkplatz ist so schmal, daß sie eine Einbahnstraße ist. Wir packen beide Helme, Lederjacken, Handschuhe etc. in das Faß auf der GS. Bis jetzt hat sich meine Konstruktion bestens bewährt. Von hier aus geht es zu Fuß weiter in die Tiefen des Canyons.
 
Wasserfall
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Der kieselige, schmale Pfad ist wirklich nichts für leichtes Schuhwerk, aber wir haben ja noch Lederhosen und Motorradstiefel an. Teilweise sind echte Kletterpartien nötig um voran zu kommen. An kritischen Stellen sind Seile gespannt, an denen man Halt findet. Immerhin geht es hier fast 100 m in die Tiefe. Immer wieder sind wir von der tollen Landschaft fasziniert, so daß wir weiter klettern. Nach ca. 3 h erreichen wir wieder den Parkplatz. Wir stellen fest, daß wir nur ein lächerlich kleines Stück gegangen sind, im Verhältnis zu den riesigen Ausmaßen dieses Parks. Wir fahren weiter und stehen an der nächsten Gabelung vor der Frage: 24 km Richtung Broto, 16 km Richtung Escalona. Wir entscheiden uns für Broto, denn wir wollen noch ein paar Fotos von den Geisterstädten schießen. Die Straße, die ohnehin sehr schlecht ist, hat ab Fanlo diese Bezeichnung nicht mehr verdient. Es ist viel mehr eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern. In Sarvise stoßen wir wieder auf die N260, die wir Richtung Boltana fahren. Ohne Gepäck macht es doch gleich doppelt so viel Spaß, die Huckel stören nicht so, wir geben Gas.
 
Geisterstadt
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Die Geisterstädte werden abgelichtet, in Ainsa fahren wir spontan in die Altstadt auf dem Berg. Ein Glücksgriff, wie sich zeigt. Eine Altstadt aus der Zeit um 1830, aber top herausgeputzt und zum nationalen Monument erklärt. Schnuckelig mit vielen urigen Restaurants in kleinen Gäßchen, sollte man sich unbedingt ansehen, wenn man in der Gegend ist. Von der Zitadelle aus hat man einen tollen Blick über die Region und auf den Pena Montanesa. Abends essen wir noch in einem Hotelrestaurant direkt am Platz. In der Nacht beginnt es zu regnen...
 
16. Tag      Sonntag
 
Nachdem es die Nacht hindurch ohne Unterlaß geregnet hat, werden uns die Tücken des Untergrundes bewußt. Der Boden hier ist in einer tieferen Schicht wohl ziemlich lehmig, die Parzellen laufen langsam voll. Wir verziehen uns aus unserem langsam absaufenden Zelt in das Café auf dem Platz, frühstücken erst einmal und beratschlagen uns. Eigentlich ist heute Abreisetag (Verlegung) Richtung Barcelona, aber das schlechte Wetter herrscht auch dort an. Wir beschließen noch bis 11.00 Uhr zu warten und dann zu entscheiden. Um 11.00 Uhr beschließen wir zu fahren, denn um das Zelt herum kann man fast nur schwimmen. Eine weitere Nacht in diesem Zelt ist nicht trocken zu überstehen. Es schüttet jetzt seit fast 12 Stunden ohne auch nur 5 Minuten Pause. Also müssen wir alles naß einpacken. Toll! Die Laune war praktisch auf Nullpunkt gesunken. Da meine Schwiegermutter zur gleichen Zeit ein Haus in San Salvador (etwa 70 km südlich von Barcelona) gemietet hat, beschließen wir dorthin zu fahren um einerseits unsere Sachen dort zu trocken und andererseits die neue Funkanlage abzuholen. Gegen 14.00 Uhr haben wir dann auch endlich unsere 7 Sachen gepackt (völlig durchnäßt) und machen uns auf den Weg. Natürlich regnet es ununterbrochen weiter. Regen von oben, Regen von vorne, Regen von der Seite und Regen von unten. Ab Ainsa fahren wir auf der N260 Richtung Navarri, dann die N139 Richtung Graus. Der Wind pfeift heftig und die Fahrt ist alles andere als toll. In Graus zweigen wir auf die N123 Richtung Benaborre, in Benaborre auf die N260 Richtung Lleida (Lerida). Ab Lleida geht‘s dann ab auf die Autobahn (a 2) Richtung Tarragona. Wir steuern den ersten Rastplatz an und wärmen uns erst einmal mit Kaffee und Kuchen auf. Die Regenzombis waren irgendwie nicht dicht, also waren wir wieder mal nass bis auf die Unterhosen. Da keine Wetterbesserung in Sicht ist, geht es jetzt wieder durch den Regen. Wir bleiben auf der A 2 bis zum Kreuz „les Masies del Torrent“, dort geht es auf die A 7 Richtung El Vendrell. Wir nehmen die Ausfahrt 31 Richtung Coma Ruga. Nach längerem Suchen und einem Telefonat erreichen wir endlich das Haus meiner Schwiegerma. Dort staunen alle nicht schlecht, da wir pitsche-patsche nass sind. Erst einmal raus aus den nassen Klamotten und ab in trockene. Wir verbringen einen geselligen Abend und dürfen in trockenen Betten schlafen.
 
17. Tag      Montag
 
Am nächsten Morgen zeigt sich das Wetter wieder von der Sonnenseite. Blauer Himmel und Sonnenschein. Wir verbringen 2 Stünden am Strand, essen gut und packen wieder ein. Denn ab heute haben wir für die nächsten 7 Tage ein Haus bei Arbucies, ca. 130 km entfernt von San Salvador. Ab geht‘s auf die A 7 Richtung Barcelona, dann Richtung Girona / Francia. Arbucies hat sogar eine eigene Ausfahrt (Nr. 10), ab hier soll uns eine Anfahrtsskizze mit Kilometerangaben helfen. Unser Haus liegt mitten im Wald, nach genau 3,1 km soll ein Schild den Weg weisen. Die ganze Zeit hatte ich die Augen offen, nach 5 km habe ich immer noch nichts gesehen. Also drehen wir und fahren in den Ort zurück. Selbst auf dem Rückweg sehe ich nichts. Kein Schild, keinen Weg. Ich bin sofort sauer, Birgitt meint, sie hätte einen Weg gesehen. Also fährt sie vor, ich „trotte“ hinterher. Als sie plötzlich hält, denke ich, sie hätte sich auch getäuscht, aber tatsächlich zeigt hier ein kleiner Waldweg neben einer Leitplanke ab und bei näherer Betrachtung entdecke ich sogar ein mikroskopisch kleines Schild. Also fahren wir in den Waldweg, der vom Regen in den letzten Tagen ziemlich ausgewaschen ist, bis zu einem unbewohnt aussehenden Haus. Wir laufen herum, hupen und rufen. Nichts! Der Verwalter sollte eigentlich auf uns warten. Sind wir denn richtig? Der Weg geht ja noch weiter. Nach ein paar Minuten hören wir ein Auto aus der Gegenrichtung. Wir winken, die Fahrerin hält an und wir fragen nach der Mühle und dem Verwalter. Sie bedeutet uns mitzukommen und wendet den Wagen. Sie prescht über die nächste Bergkuppe und hält an, um in einem kleinen Haus Zettel und Stift zu besorgen. Ich bin mit der GS hinterhergerutscht, tiefe Rinnen hätten mich fast zu Fall gebracht. Ich stelle die Kuh ab und sie beginnt zu malen. Wir müssen diese Hardendurostrecke noch ein paar hundert Meter weiter, die Mühle wäre dann rechts im Tal. Ich bedanke mich und laufe über die Kuppe zurück, um zu sehen, wo Birgitt bleibt. Plötzlich höre ich eine Hupe und als ich mich dem Haltepunkt von vorhin nähere, bekomme ich einen tierischen Schrecken. Birgitt ist in einer tiefen Längsrinne gestürzt, ihr Fuß hat sich zwischen Koffer und Boden eingeklemmt und die TDM liegt auf ihr. Ich renne los, die Frau hat inzwischen wieder gewendet und spring aus dem Auto. Als ich die TDM erreiche, schreit Birgitt schmerzverzerrt ihr Fuß sei gebrochen und sie habe entsetzliche Schmerzen. Ich versuche alleine die TDM samt Gepäck anzuheben, erst als die Frau mit hilft, schaffen wir es, daß Birgitt freikommt. Sie kann zwar aufstehen, aber die Tränen laufen ihr vor Schmerz über die Wangen. Ich versuche, die TDM über die Bergkuppe zu fahren, da man an dieser Stelle nicht stabil stehen kann. Als ich die TDM endlich geparkt habe, rase ich zurück, um mich endlich um Birgitt zu kümmern. Sie kann auftreten, hat sich extrem das Knie verdreht, den Fuß stark geprellt und sie hat starke Schmerzen. Gebrochen scheint Gott sei Dank nichts zu sein, aber an eine Weiterfahrt ist bei ihr nicht zu denken. Mist! Wir versuchen erst einmal das Haus zu erreichen. Ich fahre mit der GS vor, habe echte Probleme hier vorwärts zu kommen, ständig rutscht die Kiste im tiefen Kies weg, das Gepäck zieht heftig in Schräglage. Ich erreiche unser Haus, vom Verwalter keine Spur. Also stiefele ich die Strecke hinaus, um die TDM zu holen. Währenddessen kommt mir Birgitt entgegen gehumpelt. Mit der TDM ist es noch schwieriger hier herunter zu kommen als mit der GS. Zusammen suchen wir den Verwalter, der erst in der Ferne auf einem Feld erscheint, als wir mit einer alten Glocke, die am Haus hängt, läuten. Ein Typ, etwas älter als wir, begrüßt uns und wir berichten von dem Sturz. Er führt uns zu unserem Haus, das wir zusammen besichtigen. Es ist wirklich toll, geschmackvolle, alte Möbel, ein Kamin, große, helle Räume.
 
Die Mühle von Can Aulet
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Der Verwalter verabschiedet sich, um wenig später mit Verbandszeug, Aspirin und anderen Medikamenten wieder auf der Matte zu stehen. Er erklärt auf französisch, daß er uns gerne mit seinem Auto zu einem Krankenhaus fahren will. Birgitt will aber erst einmal aus der Lederhose, um sich ihr Bein anzuschauen. Er versteht und geht wieder. Nachdem sich Birgitt aus der Lederhose gepellt hat, beginnen wir Knöchel und Knie mit Eiswürfeln, die wir im Kühlschrank finden , zu kühlen. Eine Wohltat. Ich verbanne meine auf Eis gelegte Frau auf die Couch, lege ihr Bein hoch und setze erst einmal einen Espresso auf als es erneut an der Tür klopft. Ich öffne und draußen steht der Verwalter mit 2 Körbchen. In einem sind Scheiben von frischem Landbrot und Butter, in dem anderen eine Flasche Rotwein und Lachs. Wir sind platt und danken tausendmal, laden ihn auf einen Espresso ein. Er lehnt dankend ab und geht wieder, nicht ohne erneut seine Fahrdienste anzubieten. Obwohl wir erst einmal versorgt sind, muß ich noch einmal in die Stadt, um Getränke und Sachen für das Frühstück zu kaufen. Als ich mich auf die GS schwinge bricht schon die Dämmerung an. Ich bin heilfroh, die Marterstrecke bei meiner Rückkehr im Dunkeln überlebt zu haben. Wir lassen den Abend bei Wein, Brot und dem Anlegen kühler Verbände ausklingen. Ich schlafe wie ein Bär, während Birgitt eine unangenehme Nacht mit vielen Schmerzen durchlebt.
 
18. Tag       Dienstag
 
Nach dem Frühstück und dem Wechseln  der Eiskompressen entscheidet Birgitt sich doch für medizinische Hilfe. Ich gehe zum Haus des Verwalters, bedanke mich erneut für die Geste von gestern abend und berichte von unserem Vorhaben. Wir verabreden uns für 14.00 Uhr. Pünktlich rollt er mit seinem Landrover vor, bringt sogar noch einen selbstgemachten Stock für Birgitt mit. Wir sich herausstellt, hat er die ganzen tollen Möbel und Leuchten in unserem Haus selbst hergestellt. Selbst der Landrover quält sich den Weg bis zur Hauptstraße hoch. In der Stadt hält der Verwalter vor einem Gebäude, an dem ich gestern abend schon 3 x vorbeigefahren bin, aber nie als Notfallambulanz identifiziert hätte. Das hätten wir nie alleine gefunden. Da die Damen an der Aufnahme nur spanisch (katalanisch) können, übersetzt der Verwalter von französisch auf katalanisch auch noch und will partout warten bis wir fertig sind. Der Arzt verbiegt Birgitt‘s  Bein bis zur Schmerzgrenze und zieht sie erst einmal für einige Tage aus dem Verkehr. Er vermutet eine Innenmeniskusquetschung, Bänderdehnung und Knöchelprellung, legt einen Tape-Verband an und gibt ihr Tabletten. In 3 Tagen will er sich den Verlauf der Heilung ansehen und ggf. an eine Spezialklinik überweisen. Der nette Verwalter besorgt uns an der Anmeldung noch einen neuen Termin und fährt uns wieder zum Haus. Wir wollen uns zumindest erkenntlich zeigen, tanken oder ihm mit einem guten Cognac eine Freude machen, doch er lehnt lachend ab. Na warte, irgendwas fällt uns schon noch ein. .. Den Tag verbringen wir am Haus, Birgitt humpelnd und lesend, ich wasche die Wäsche durch, fahre noch einmal in die Stadt um – vergebens- nach deutscher Literatur für Birgitt zu suchen und das Abendessen einzukaufen.
 
19. Tag        Mittwoch
 
Nach dem Frühstück, üblicherweise gegen mittag, baue ich Birgitt ein Domizil in der Sonne auf und breche alleine zur Tour mit dem Moped in die Berge auf.  Was Birgitt noch nicht weiß: meine sogenannte Tour führt direkt nach Girona zum Flughafen. Ich will nicht etwa per Flugzeug abhauen, sondern dort einen Leihwagen besorgen. An Flughäfen gibt es fast immer Verleihstationen, so auch hier. Auf diesem Provinz-Flughafen laufen vielleicht so 5 Leute herum und alle Rolladen an den Schaltern sind unten. Mir schwant Übles. Trotzdem treibe ich an dem Avis-Schalter jemanden auf, der sogar englisch spricht und wir machen den Deal perfekt. Incl. Vollkasko (500,-DM Selbstbeteiligung), keine km-Begrenzung und aller Steuern kostet ein Seat Cordoba nur 50,- /Tag. Das ist o.k., schließlich wollen wir etwas von Spanien sehen und nicht nur am Haus „rumhängen“. Ich stelle die GS kostenlos am Flughafen ab und fahre die 35 km zum Haus zurück. Als ich in der Einfahrt Birgitt zuwinke, versteht sie zunächst überhaupt nichts, dann freut sie sich. Wir brechen zu einer ausgiebigen Tour zur Costa Brava auf.
 
La Franc
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Über die C 25 geht es zurück nach Girona, weiter über die N 255 La Bisal, Palafrugell nach Palamos. Hier wird es dann richtig ätzend: in die tolle Gegend hat man ziemlich schäbige Touristenbunker geklotzt. Wir fahren auf der Carretta del Sol Richtung Blanes. Schade, daß die Mopeds zur Zeit Pause haben. Hier gibt es kein einziges Geradeausstück, nur Kurven. In Tossa, das laut Reiseführer schnuckelig ist, suchen wir die Schnuckeligkeit vergebens. Die Krönung ist dann Lloret de Mar. Wer hier freiwillig hinfährt, ist selber schuld und hat nicht besseres verdient.  In der Touristenhochburg steht ein schäbiger Hotelklotz neben dem anderen. Egal, jedem das Seine. Da uns die Kurvenschaukelei im Auto auf den Magen geschlagen ist, sind wir froh, in Blanes Richtung Hostalric abzweigen  zu können. Dann wieder zurück nach Arbucies. Selbst im Auto ist der Weg zu unserer Mühle im Wald nur mit Schrittgeschwindigkeit zu meistern.  Dank Klimaanlage behalten wir aber wenigstens einen kühlen Kopf.
 
20. Tag    Donnerstag
 
Nachdem wir heute einmal etwas später wach werden, starten wir nach dem Frühstück zu einer kleinen Rundfahrt. Von der Straße nach Arbucies aus hatten wir schon bei der Anreise ein imposantes Schloß auf einem Berg gesehen. Nach genauerer Recherche sind wir der Ansicht, daß es sich um das Castell de Montsoriv handeln muß. Also fahren wir Richtung Hostalric, um irgendwann Richtung Breda nach rechts abzuzweigen. Irgendwann geht es nach rechts in den Parc Natural del Montseny und somit auch zum Schloß. Nachdem wir ordentlich an Höhe gewonnen haben, zweigt wiederum nach rechts ein Waldweg ab, der zum Schloß führt. Da die Durchfahrt für Fahrzeuge verboten ist, ist die Besichtigung damit für uns vorbei, denn Birgitt kann mit dem bandagierten Bein nicht laufen. Also folgen wir der asphaltierten Straße zum gegenüberliegenden Gipfel, um wenigstens ein paar Fotos zu schießen. Nach erfolgtem Shooting beschließen wir, zum Stausee von Sau zu fahren. Der liegt in Richtung Vic, deshalb fahren wir über Arbucies auf die C 25 bis zur N 141d, der wir bis zum Stausee folgen. Diese Tour empfehle ich wärmstens weiter. Auch hier meinen wir, wir fahren durchs Monument Valley in USA, anstatt durch die Sierra de Vielles.  Riesige Felsformationen in tiefem Rot säumen einen riesigen Stausee. Wir sind so begeistert, daß wir viele Bilder verknipsen. Von einer Anhöhe aus kann man eine  zerfallene Kirche sehen, die z. T. im Wasser steht.
 
Kirche im Wasser
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Wir folgen der schönen, kurvenreichen Straße immer Richtung Club Nautic und gelangen auch so direkt bis zu den Ruinen der kleinen Kirche. Ein idealer Ort, um eine Pause zu machen. Wir genießen die tolle Gegend, später machen wir uns auf den Rückweg nach Arbucies. Am Nachmittag mache ich mich mit einer Flasche Brandy unter dem Arm zum Haus des Verwalters auf. Ich will seine Medikamente zurückgeben und mich mit dem Brandy für seine Mühen bedanken, vor allem aber versuchen, unser Haus noch bis zum Abreisetag nach Deutschland zu mieten. Eine nochmalige Verlegung Richtung Frankreich kommt mit den Motorrädern eh‘ nicht in Frage. Senor Vila ziert sich zunächst den Brandy anzunehmen, bittet mich jedoch ins Haus um nachzusehen, ob das Haus noch 4 Tage länger frei ist. Wir haben Glück und somit eine feste Bleibe bis zum 30.09.99. Nachdem wir noch ein wenig geplaudert hatten, mache ich mich auf den Rückweg (25 m) zu unserem Haus. Am Abend nehme ich dann per Handy Kontakt zur ADAC-Hotline in München auf. Die verweisen uns an die deutschsprachige Außenstelle in Barcelona. Hier schildere ich unseren Fall und beantworte bereitwillig alle Fragen. Da morgen wieder ein Arzttermin ansteht, wollen wir morgen noch einmal miteinander sprechen. Gegen Abend erscheint Hr. Vila erneut und bringt einen Korb mit frischem Salat, Tomaten und Eiern. Er erkundigt sich nach Birgitt‘s Bein, einer Einladung auf einen Kaffee will er aber nicht folgen. Wir bedanken uns erneut und er geht wieder. Nach dem Abendessen dösen wir ein wenig vor der Glotze, obwohl wir kein Wort verstehen.
 
21. Tag   Freitag
 
Heute ist Arzttag, deshalb geht es zeitig (09.00 Uhr) aus den Federn. Der Doc schaut sich alles an, staunt über Birgitt‘s geschwollenen und roten Fuß. Der rührt aber nicht vom Unfall her, sondern von ihrer Allergie gegen Pflaster. Hatten wir vergessen ihm zu sagen, unser Fehler. Er tippt immer noch auf einen Meniskusschaden, überweist uns in eine andere Klinik in der Nähe, um ein Röntgenbild zu machen. Auf dem sieht man einen Schaden am Meniskus zwar auch nicht, aber man kann vielleicht etwas über die Kapsel sagen. Aus dem Behandlungszimmer rufen wir den ADAC-Barcelona an und verbinden mit dem Arzt. Danach machen wir uns auf in die Stadt mit dem Röntgengerät.
 
 
Zur Abwechslung mal ein paar Kurven...
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Merkwürdigerweise finden wir die Klinik auf Anhieb und melden uns an. Obwohl hier niemand ausländisch (englisch, französisch, deutsch) kann, kommt ein Arzt zur Voruntersuchung. Der kann zwar 3 Wörter französisch, aber der Rest ist katalanisch. Also macht er sich auf die Suche nach dem Röntgenassistenten, der wenigstens englisch spricht. Von da ab läuft es erheblich besser, Birgitt wird geröntgt und bei der Besprechung der Röntgenbilder klingelt mein Handy. Das ist timing: ein Arzt vom ADAC-Barcelona ist dran und erkundigt sich nach dem Stand der Dinge. Wieder reiche ich das Handy an den Doktor weiter und die beiden legen auf spanisch los. Später spreche ich noch einmal mit dem ADAC-Arzt und er bestätigt das, war der Röntgenassistent übersetzt. hatte: am Meniskus scheint nicht so viel kaputt zu sein, es liegt jedoch eine starke Dehnung des Innenbandes vor. Der Arzt schließt aus, daß Birgitt demnächst auf die TDM zurück kann und entscheidet, sie per Flugzeug nach Deutschland zurück zu bringen. Von da ab läuft die ADAC-Organisation für den Rücktransport an. Man versucht, 2 Plätze im Flieger zu reservieren, damit Birgitt ihr Bein hochlegen kann. Man will uns per Handy auf dem laufenden halten. Wir verlassen die Klinik, Birgitt mit einem neuen Flexverband. Jetzt wollen wir erst einmal etwas essen, danach Gehstützen besorgen und am Flughafen das Auto noch ein paar Tage mieten. Vom Flughafen Girona aus rufen wir noch einmal beim ADAC Barcelona an, um noch ein paar taktische Fragen zur Rückführung der TDM und dem ganzen Gepäck zu klären. Man verspricht Klärung und Rückruf, wir fahren weiter Richtung Girona um eine Farmacia zu suchen. Die erste Apotheke, die wir ansteuern, löst zwar das Rezept für die verschriebenen Medikamente ein, hat aber keine Krücken. Die gibt es nur in der Stadt, im Orthopädiegeschäft. Also ab in die Rush-hour nach Girona. Nachdem wir in einem anderen Krankenhaus fragen, kann man uns auf einem AVIS-Stadtplan den Weg zeigen. Dort angekommen, mache ich es wie alle anderen: Warnblinkanlage an und in 2. Reihe irgend jemanden zuparken. Anders ist in diesem Gewusel kein Parkplatz zu finden. Nachdem wir endlich die Gehstützen haben, machen wir uns auf den Rückweg zum Haus. Auf der Fahrt ruft der ADAC via Handy an und teilt uns erste Details zum Abtransport der TDM mit: Man wird sie nicht nach Narbonne zum Autoreisezug schaffen, sondern sie per Anhänger samt Gepäck nach Deutschland bringen. Birgitt wird mit einem Taxi zum Flughafen gebracht und in Deutschland per Taxi oder Fahrer nach Hause befördert. Lassen wir uns überraschen, ob alles klapp. Der Abend klingt bei Tiefkühl-Frühlingsrollen und Wein aus. Der Feldsalat vom Verwalter ist leider den Schnecken, die in ihm wohnten, zum Opfer gefallen. Wir haben ihn in der Abfalltonne, ohne große Zeremonie, beigesetzt.
 
22. Tag     Samstag
 
Nachdem  Birgitt‘s Fuß Dank der Allergie über Nacht zu einer stattlichen Pranke angeschwollen ist, fahren wir kurzerhand noch einmal in die medizinische Nothilfe von Arbucies. Da heute Samstag ist, arbeitet dort nur die Notbesetzung, sprich eine Ärztin, 2 Helferinnen. Da die Schwester an der Anmeldung uns sofort erkennt –Alemanos mit Motounfall- kennt sie zumindest die Vorgeschichte. In allen Sprachen, mit Händen und Füßen versuchen wir, die Sachlage zu schildern. Selbst mit spanischen Vokabeln aus dem Langenscheidt ist es schwierig, denn wir sind in Katalonien und hier spricht und schreibt man katalanisch. Das hat mit spanisch so viel zu tun, wie deutsch mit holländisch/niederländisch. Wir setzen und zu den andern Patienten und werden nach einiger Zeit von einer Ärztin mit den Worten: do you speak english? ins Behandlungszimmer gebeten. Jetzt sieht die Sache schon anders aus. Mit der Ärztin kommen wir blenden klar, sie gibt Birgitt eine Spritze gegen die Allergie und löst auch unser 2. Problem: dem ADAC Barcelona eine Anfahrtsskizze per Fax zukommen zu lassen. Die scheinen nämlich Probleme zu haben, uns hier mitten im Wald zu finden. Das können wir nur zu gut verstehen, schließlich haben wir uns selbst einen Kipparsch gesucht. Die Ärztin verspricht, nach Dienstende das Fax zu senden und schreibt noch genaue Instruktionen auf katalanisch für eine Kollegin auf, die am Sonntag Dienst hat und nicht so gut englisch spricht. Kann ja sein, daß Birgitt morgen noch eine Spritze braucht. Wir bedanken uns tausendmal und wollen wenigstens eine Spende in die Kaffeekasse machen. Sie verneint jedoch mit dem Hinweis, in Spanien gäbe es keine Kaffeekassen in Krankenhäusern. Wir werden entlassen, ich gehe kurz noch einkaufen, dann fahren wir zum Haus zurück.
 
Bein kühlen...
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 Die Ärztin hat Birgitt zu strengster Bettruhe verdonnert, also gibt es vorerst keine Tour mehr. Noch dem Kaffee wandere ich ein wenig über das Anwesen und treffe Senor Vila, den Verwalter. Er erkundigt sich nach Birgitt, dann führt er mich in seine Möbel- und Lampenwerkstatt. Hier entstehen also seine Werke. Ich bin echt erstaunt, wie professionell er die Sachen fertigt. Bei unserem Gespräch ersetzten wir die Wörter, die uns gerade nicht auf spanisch, französisch oder englisch einfallen einfach durch passende Geräusche: mit der Bohrmaschine Löcher bohren: bsss, bsss. Bohrlöcher ankörnen: poc, poc, poc. Wir haben total Spaß und müssen selber über uns lachen. Später führt er mich weiter herum und erst jetzt erkenne ich die Ausmaße seiner Farm. Vorbei an einer Koppel mit 2 Stuten, weiteren Scheunen, noch 2 Hunden, einem Swimmingpool, noch mehr Scheunen und Hallen zu den Schafställen. Ich bin abermals platt, was man hier so alles findet. Er verabschiedet sich und auch ich gehe zum Haus zurück. Nachmittag und den Abend verbringen wir am Haus.
 
23. Tag       Sonntag
 
Der Tourbericht mutiert mehr und mehr zum Krankenbericht, scheint mir. Aufgrund des geschwollenen Fußes machen wir uns erneut zur Klinik in Arbucies auf, um Birgitt eine Ladung Medikamente injizieren zu lassen. Man begrüßt uns schon fast wie Freunde. Man drückt uns einen Umschlag in die Hand, in der die Anfahrtsskizze zur Mühle enthalten ist. Die Ärztin hat sich gestern wie versprochen zum ADAC gefaxt und sogar noch einen Begleitbrief mitgeschickt. Echt nett! Nach der Spritze bedeutet uns die Schwester, für morgen telefonisch einen Termin auszumachen. Erst im Auto fällt uns wieder mal auf, daß wir weder so noch am Telefon spanisch / katalanisch können. Mal sehen, wie wir das deichseln. Am Haus kühlen wir Birgitts Fuß zu Abwechslung mit kaltem Wasser aus dem Bach, der direkt hier vorbei fließt. Gegen mittag glotzen wir dann Formel 1, da muß man ja wenigstens nix verstehen. Den Rest des Tages vertrödeln wir dann und packen schon mal die Sachen, die der ADAC zusammen mit der TDM abholen wird. Man glaubt ja gar nicht, wieviel Platz Lederkombi, Helm und Stiefel so benötigen, da man sie ja normalerweise am Körper trägt. Birgitt muß es wie Peggy Bundy machen und wird auf die Couch verbannt. Die Hauptaufgabe des Kühlschrankes besteht darin, Eiswürfel zu produzieren, mit denen wir dann das Bein im Stundentakt in Eisbein ohne Sauerkraut verwandeln. Der Tag geht, ohne daß Johnny Walker kommt.
 
24. Tag     Montag
 
Nach dem Aufstehen der gleiche Trott: Unfallklinik, Spritze, neuer Termin, einkaufen, frühstücken, Fuß hochlegen. Als am Nachmittag die Hunde des Verwalters anschlagen und somit die Ankunft eines Fahrzeuges melden, staunen wir nicht schlecht, als wir einen Abschleppwagen die Einfahrt herunter holpern sehen. Das wird wohl das Taxi für die TDM sein. Eigentlich wollte der ADAC ja vorher noch einmal anrufen, um einen Termin zu vereinbaren. Egal! Ich gehe vor das Haus, winke dem Fahrer zu und schaue zu, wie er mit dem Tieflader durch die enge Einfahrt rangiert. Nachdem der Fahrer ausgestiegen ist, stelle ich mit Unwohlsein fest, daß er nur katalan spricht. Also rufe ich per Handy in Barcelona an und bitte um Unterstützung, reiche das Handy an den Fahrer weiter. Dann lasse ich mir alles übersetzen und wir klären offene Fragen. z.B. ob das Gepäck aufs Moped soll, ob Schlüssel und Fahrzeugschein benötigt werden, ob es eine Quittung gibt etc. Nach dem Telefonat versuchen wir zuerst, die TDM auf die Ladefläche zu schieben, was aber mangels Muskelkraft nicht gelingt. Also lasse ich den Motor der TDM an, um die 80 PS zu Hilfe zu nehmen. Aber das Hinterrad dreht auf der schmierigen Auffahrrampe durch. Ich überlege kurz, die Rampe hochzufahren, verbanne diesen Gedanken aber sofort wieder, da ich weiß, wie kippelig ein Motorrad auf tiefem Kies zu bewegen ist. Wenn ich hier von der Rampe rutsche, kann ich direkt mit Birgitt zurückfliegen und der ADAC muß 2 Motorräder zurückbringen. Also nehmen wir die Seilwinde, mit der sonst Autos an Bord gezogen werden, zu Hilfe. Wir verankern das Stahlseil mit dem Haken am Ende am re. Sturzbügel und der Fahrer schließt eine Fernbedienung für die Seilwinde an. Da das Kabel der Fernbedienung leider recht kurz ist, muß ich die TDM alleine auf der 30 cm breiten Rampe halten und gleichzeitig mit auf die Ladefläche balancieren. Gott sei Dank kippt die TDM nicht um und so erreiche ich irgendwann die Ladefläche, wo ich mit den Füßen einigermaßen Halt finde.
 
Abtransport der TDM
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Der Fahrer verzurrt die Yamaha mit Ratschengurten, während ich das Gepäck anschleppe und anbaue. Ich drücke ihm den Fahrzeugschein und einen Kreditbrief aus dem ADAC-Heft, wie telefonisch mit Barcelona besprochen, in die Hand, aber mit dem Fahrzeugschein weiß er nichts anzufangen. Also rufe ich erneut in Barcelona an, um die Sache klären zu lassen. Nachdem er erneut das Handy am Ohr hatte ist wohl alles klar und ich frage nach einer Quittung für die TDM. Barcelona erklärt mir, es sei nicht üblich in Spanien eine Quittung zu bekommen. Naja, also schaukelt der Abschleppwagen mit der TDM auf dem Rücken wieder über den Waldweg davon. Ob wir sie noch einmal wiedersehen? Schnell noch ein paar Fotos, dann sind sie im Wald verschwunden. Später ruft der ADAC noch einmal an und übermittelt die Flugdaten für Birgitt. Sie fliegt am 30.09.99 von Barcelona nach D‘dorf, wird hier abgeholt und von D‘dorf aus vom MHD (Malteser Hilfsdienst) nach Hause gefahren. Morgen gibt es mehr Details. Der Abend verklingt wie der gestrige: Couch, Glotze, Essen. etc.
 
25. Tag    Dienstag
 
Da wir langsam einen Hüttenkoller bekommen, Birgitt‘s Fuß etwas abgeschwollen ist und der heute Arztbesuch auf 17.00 Uhr terminiert ist, beschließen wir, zum Dali-Museum in Figueres zu fahren. Figueres liegt nördlich von Girona, also nehmen wir die C 25 Richtung Girona, dann die N 11 Richtung Frankreich. Bundesstraße fahren kostet Zeit und Nerven, zumindest mit dem Auto. Hat man einen LKW vor sich, kommt es vor, daß man so 15 bis 20 Min. nicht überholen kann. So muß man bergauf oft mit 40 bis 50 km/h hinterher zockeln, bis sich eine Chance bietet. Hat man die Spezies Spanier vor sich, die superängstlich sind, hat man hinter dem LKW oftmals noch 3 bis 4 Autos die partout – auch bei freier Strecke- nicht überholen wollen. Das macht die Sache auch nicht leichter, eher riskanter. In Figueres fluchen wir über den akuten Schildermangel, jeder Scheiß ist ausgeschildert, einen Hinweis auf das Museum entdecken wir ungefähr 200 m vor dem Ziel. Birgitt schlägt sich tapfer an ihren Muletas (Krücken) und nach einiger Zeit des Suchens finden wir sogar den Eingang. Die 11,- DM Eintritt pro Person sind nach unserem Geschmack für das gebotene so an der Grenze. Fast 2 h verbringen wir hier, mit Pausen für das Bein und die Lunge (rauchen). Obwohl heute Dienstag ist, ist der Laden recht voll. Um das Museum herum kann man allerlei Gedöns kaufen oder sich malen lassen. Wir setzen uns wieder Richtung Arbucies in Bewegung, da ja noch ein Arzttermin ansteht. Zurück zweige ich nach dem 1. LKW-Überholmanöver Richtung Autopista A7 Richtung Barcelona ab. Auf dieses Gezockel habe ich keine Lust mehr und die 585 Ptas für die Benutzungsgebühr sind für mich eine sinnvolle Investition. Der Arzt schließt die Akte Birgitt, den Rest muß die Zeit heilen. Wir bedanken uns erneut beim Arzt und den Schwestern und fahren zum Haus zurück. Abends kommen wir noch mit der Mutter des Verwalters ins Gespräch. Als sie plötzlich deutsch und englisch spricht, sind wir platt. Als ihr Sohn später dazustößt, wird richtig international: Mutter-Sohn:catalan. Wir-Sohn: französisch, Mutter-uns: deutsch, englisch. Total lustig. Fast eine Stunde palavern wir so, sprechen über die Mühle, die Verwandtschaft, wie lange sie schon hier sind und andere Sachen, die wir uns schon gefragt haben. Birgitt‘s Bein schreit nach Ruhe und so verbringen wir den Abend, wie seit einer Woche, im Haus.
 
26. Tag    Mittwoch
 
Da heute der letzte Ferientag ist und die Sonne vom Himmel knallt, wollen wir noch einmal ans Meer. Ziel ist Pineda de Mar, da  Birgitt vor 23 Jahren schon einmal dort war und sich dort auskennt. Ha, ha. ha! Über Landstraßen erreichen wir Pineda und siehe da, natürlich hat auch hier der Tourismus das Bild der Stadt verändert. Hotel an Hotel reihen sich entlang der Hauptstraße aneinander, aber wir wollen ja zum Strand. Hier ist klar die Nachsaison angebrochen, außerhalb der Stadt stehen wir alleine auf dem Parkplatz am Strand. Die 10 m bis zum Strand schafft Birgitt mit links, muß dann allerdings auf dem Handtuch ausharren, während ich mich in die Fluten stürze. Man kann eben nicht alles haben. Gegen 13.00 Uhr fahren wir zurück zum Haus, da ich am Nachmittag den Leihwagen am Flughafen Girona zurückgeben muß. Bei 30° packe ich meine verwaisten Ledersachen ins Auto und mache mich auf den Weg. Der Schalter von Avis ist zwar geschlossen (Siesta), aber man kann den Schlüssel auch in einen Kasten einwerfen. Ich laufe zum Abstellplatz der GS und siehe: sie ist noch da. Also pelle ich mich in die Lederklamotten und mache mich auf den Rückweg. Hier warten Kaffee und Kuchen, eine kurze Hose und ein trockenes Shirt auf mich. Die 35 km durch die Hitze haben gereicht, um meine Klamotten voll zu schwitzen. Gegen abend stöbere ich noch einmal Senor Vila auf, bezahle die Verlängerungstage und wir packen die restlichen Sachen. Morgen soll Birgitt gegen 09.00 Uhr abgeholt und zum Barcelona-Airport gefahren werden. Mal sehen ob‘s klappt.
 
Da der Bericht für Euch nun zu lesen ist, hat alles bestens (oder fast bestens) geklappt und Birgitt ist gut daheim gelandet. Meine Rücktour mit dem Autoreisezug von Narbonne nach Köln klappte ebenfalls gut.
Zusammenfassend waren die 4 Wochen Spanien wirklich traumhaft (bis auf Birgitt‘s Krankengeschichte natürlich). Wetter, Landschaft und auch die Straßen waren toll. Die Kombination mit Haus und Zelt war erstklassig, würden wir jederzeit wieder machen.
 
 
 
 
 
 
 
Fettich!!!
 
 
 
 
 



TIPS & TRICKS  

 
 

REISEFÜHRER:

Wir benutzten folgenden Reiseführer:
Marco Polo
"Spanien"
Mairs Geographischer Verlag
ISBN: 3-88316-015-6

 

Kartenmaterial:
 
Spanische Atlantikküste (Spanien 1/2)
EURO-CART RV-Verlag
1:300000
ISBN: 3-575-11274-6

Pyrenäen / Costa Brava (Spanien 3/4)
EURO-CART RV-Verlag
1:300000
ISBN: 3-575-11275-4

Karten nicht unbedingt empfehlenswert, da nicht alle gelben Sträßchen mit einer Nummer versehen sind. Nummerierung der Straßen ist nicht immer im Kreuzungsbereich eingezeichnet.

Campingführer:

ADAC-Camping Caravaningführer '98
Band 1
Südeuropa
DM 29,80

 
 
Adressen:

Häuser:

Terraviva Reisen GmbH:
Scheffelstr. 4A

76275 Ettlingen

07243 - 30650



 
 
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