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Korsika September 1998
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Folgenden Text / Bilder kann man direkt anwählen:
 buttblue.gif Cap Corse  buttblue.gif House on a hill  buttblue.gif Müllentsorgung...
 buttblue.gif Ach, wie romantisch  buttblue.gif Wenn nichts hilft...  buttblue.gif Befestigungsturm
 buttblue.gif Am Strand  buttblue.gif Bonifacio  buttblue.gif Idylle
 buttblue.gif Tips und Tricks  buttblue.gif Literatur/Karten  buttblue.gif Adressen
 
 
 

 
 
Reisebericht
 
 
1. Tag  Donnerstag (Ankunft)
 Nach Ankunft mit der Fähre in Bastia nahmen wir die D 81 bis St. Florent und schwenken auf den ersten Campingplatz vor dem Stadtrand. Jetzt ist erst einmal Zeltaufbauen und Relaxen angesagt.
 
 
2. Tag  Freitag
 Zum ruhigen Beginn schieben wir erst einmal einen Strandtag ein.
 
 
3. Tag   Samstag
 Heute steht Cap Corse auf dem Programm. Wir fahren die D 81 Richtung Bastia, wechseln dann am Abzweig auf die D 80 Richtung Nonza (Cap Corse) bis Centuri, dann Richtung Centuri Port. Hier machen wir eine Pause in einem Bistro am Hafen.
 
Cap Corse
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Auf dem Rückweg halten wir am Strand bei Erbalunga und legen einen kleinen Badestop ein. Der kräftige ablandige Wind paniert uns ordentlich. Die kleine Badebucht haben wir ganz für uns und genießen die Abkühlung im türkisfarbenen Wasser. Dann geht es weiter Richtung Bastia. Wir kaufen noch Lebensmittel im Einkaufszentrum Geant Toga am 1. Kreisverkehr und fahren dann zum Campingplatz zurück. Abends dinieren wir in einem Restaurant an der Hafenpromenade. Hier gibt es leckere Menüs zwischen 85 und 115 FF.
 
4. Tag   Sonntag
 Super tolle Straße D 82 ab St. Florent, bergig, wedeln usw. Richtung Oleta, dann auf die D 5 Richtung Murato wechseln. Die Straßengüte wechselt von gelb nach weiß. Abwechslungsreiche Gegend, toll zu fahren. Wir wählen die Strecke Richtung Bigorno, weiter Richtung Lento und Canavaggia. Hier zweigen wir auf die D 5 Richtung Ponte Nuovo ab. Dann rechts auf die N 193 Richtung Ponte Leccia. Im Kreisverkehr geht es Richtung Asco, dann zweigt es links in eins der schönsten Täler Korsikas, ins Asco-Tal auf die D 147 ab. Nach 6 km "Autobahn" zum Heizen, folgen 15 km tolle, schmale Straße zwischen Fluß und Felswand. Entang der gut belegten Schlängelstraße gibt es immer wieder Möglichkeiten im Fluß zu baden. Es folgen 15 km Teststrecke bis Asco. Wer hier noch nicht genug ha, kann sich entweder auf den Weg nach Haut-Asco machen, oder sich in ein kleines Bistro mit einer Top-Aussicht ins Tal setzen. Der Weg allerdings nach Haut-Asco lohnt nur wegen der schönen Aussicht, die Straße ist ganz o.K. Zurück am Taleingang biegen wir links nach I'lle Rousse auf die N 197 ab. Um der vorausliegenden Schnellstraße zu entgehen, zweigen wir nach 4 km wiederum links auf die N 197 ab. Obwohl die Straße ihre Nummer beibehält, wechselt sie in einen gelben Zustand. Hier erwarten uns tausend Kurven und noch mehr Kühe auf der Fahrbahn. In Belgodere geht es Richtung I'lle Rousse,
Wenn nichts mehr hilft...
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wir biegen rechts ab auf die N 1197, nach 5 km erscheint ein schöner Strand, den man aber nur durch eine Klettertour erreicht. Der Straßenbelag wechselt wieder zur Teststrecke und nach einer langen Baustelle wechseln wir auf die D 81 Richtung St. Florent. Hier haben wir uns etwas zu früh gefreut, denn vor uns liegen ca. 25 km Schwitzasphalt und eine ätzende Aneinanderreihung von Bodenwellen. Reichlich rückengeschädigt erreichen wir in St. Florent unseren Campingplatz. Eine schöne Tour, die aber den ganzen Tag dauert.
 
5. Tag   Montag
Auf einen Tip hin versuchen wir an den Strand von Seleccia zu gelangen. Laut Info sollte dies einer der schönsten Strände Korsikas sein, jedoch nur über eine 12 km lange Schotterpiste zu erreichen. 2 Personen plus Gepäck wären aber kein Problem. Den genauen Abzweig konnte man jedoch nicht genau definieren. Also ließen wir die Zephyr stehen und machten uns zu zweit und ohne Gepäck auf den Weg. Wir nahmen die D 81 Richtung I'lle Rousse und bogen kurz hinter Casta (an den Sendeantennen) in einen schottrigen Feldweg ab, der auch im Reiseführer als Enduropiste beschrieben war. Die ersten 100 m waren rechts harmlos, der Weg steigerte sich aber zu einer Hardenduropiste mit Felsbrocken, Tiefsandpassagen und anderen Nettigkeiten. Nach ca. 6 km und einem Sturz in den Sand verließ uns die Lust und wir machten uns völlig durchgeschwitzt auf den Rückweg. Wir trafen noch einen Suzuki D R-Fahrer, der ebenfalls diese Piste gewählt hatte, aber sein Glück trotzdem versuchen wollte. Wieder auf der Asphaltstraße angelangt fuhren wir an den Strand von St. Florent, den man von der D 81 aus schon sieht. Wenn man vor der Metallbrücke nach links abbiegt, gelangt man an einen schönen , einsamen Strand mit tollem Blick auf St. Florent. Gegen 15. 00 Uhr brachen wir unser Strandleben ab und kehrten an den Campingplatz zurück. Den DR-Fahrer trafen wir am Abend vor einem Supermarkt und er erzählte uns von der richtigen Piste, die wir wohl beide verfehlt hatten.  Da am Strand ein Campingplatz ist, braucht man nur der Beschilderung zu diesem Campingplatz zu folgen, um auf die richtige Schotterpiste zu gelangen.
 
6. Tag   Dienstag
Heute wechseln wir zu einem anderen Campingplatz , der weiter südwestlich liegt. Von St. Florent auf nehmen wir die D 81 Richtung I'lle Rousse, biegen aber dann auf die autobahnähnliche N 117 Richtung Corte ab. Diesmal sehen wir an der D 81 endlich auf den Hinweis auf den Campingplatz Paradiso, der am Strand von Seleccia liegt. Allerdings ist das Schild auch nur aus Richtung St. Florent kommend zu sehen. Doch zurück zur N 1197. Wir fahren wieder am Asco-Tal vorbei, weiter bis zur D 84, biegen dann nach Calacuccia ab. Diese Strecke windet sich am Golo entlang durch das Scala di Sta. Regina. Auch hier bestechend schöne Landschaft, gepaart mit kurviger Fahrbahn. Flotte Fahrt ist möglich, jedoch nur für Leute mit starken Nerven. Wildschweinrudel tauchen überraschend hinter Kehren auf, wechseln sich mit Kuhherden ab, die am Straßenrand oder auf der Fahrbahn in der Mittagssonne dösen. Selbst durch Einheimische, die nur Zentimeter enfernt an ihnen vorbeibrausen, lassen sie sich nicht aus der Trance reißen. Wir zweigen ab auf die D 70 Richtung Sargone. Der mäßige Belag wird durch eine tolle Landschaft wieder ausgeglichen.
 
Befestigungsturm
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In Sargone treffen wir wieder auf die D 81 und genießen die Fahrt auf einer tollen Küstenstraße Richtung  Ajaccio. Immer wieder tauchen kleine, menschenleere Buchten auf, die zum Baden einladen. Wir wollen erstmal unser Gepäck loswerden und steuern nach Tiuccia, den Campingplatz  A Marina an, der direkt am Meer liegt. Hier hat jede Parzelle einen schattenspendenden Pavillon. Wir bauen das Zelt auf, zweifeln allerdings beim Einschlagen der Heringe an unserer Wahl des Campingplatzes. Nach ca. 3 cm treffen wir auf Stein, und das rund um das Zelt. Mit Tricks und vielen Spannseilen schaffen wir es dennoch. Sanitäranlagen sind o.K. Nach 2 Minuten Fußmarsch quer über den Platz sind wir am Strand und stürzen uns in die Wellen.
 
7. Tag  Mittwoch
Entgegen der Warnung von 2 Chopperfahrern wollen wir heute die D 81 nach Norden befahren. Berichte von schlechten Straßen, Schotter und Rollsplitt können uns nicht schrecken. Zur Not machen wir kehrt. Die Tour beginnt und endet mit einem Sahnestücken. Die Straße zwischen Sagone und Cargese ist geeignet, die kleinen Gumminuppel an der Belagkante der Reifen abzufahren. Zwischen Cargese und Porto sind dann wieder starke Nerven gefragt, nur daß hier Schweine und Kühe die Plätze mit Touries und Reisebussen tauschen. Im Zweifelsfall ist man gegen einen Reisebus nur zweiter Sieger. Die Fahrer hupen kurz und halten dann drauf. Hier ist beherztes Überholen von dahintuckernden, älteren Mitbürgern angesagt, die fast vor und hinter jeder Kurve eine Vollbremsung machen. Belohnt wird man durch die sagenhafte Aussicht auf den Golf von Porto. Vor der Weiterfahrt nach Galéria sollte man das Krankenhaus von Porto aufsuchen, um sich die Wirbelsäule entfernen zu lassen, die tut in Galéria eh so weh, daß man fast vom Moped fällt. Die Straße ist eine Aneinanderreihung von Huckeln, Schlaglöchern und Baustellen. Sie besticht jedoch durch ihre tolle Lage und mit ihrer enormen Aussicht. Weiter als nach Galéria schaffen wir es an diesem Tag nicht. Uns graut schon vor dem Rückweg bis Porto. Wir stellen die Motorräder am Strand ab und stürzen uns in das türkisfarbene Wasser, im Golf von Galéria. Sofort stellen wir zwei Dinge fest: Wir haben schon wieder unsere Badelatschen vergessen (Autsch, Kieselstrand) und zweitens hatte unser Butler mit unserer Hochseeyacht wohl den Hafen verfehlt. Also mußten wir noch einmal diese Materstrecke zurück. Die nächsten 3 Stunden bis Sagone genossen wir noch einmal die tolle Aussicht. Als Geheimtip zweigten wir in Porto noch in das Bergstädtchen Ota ab. Ein lohnender Umweg.
 
8. Tag   Donnerstag
Badetag. Nur am Strand gelegen und geschnorchelt, Tintenfische gejagt und abends toll gegessen. Die Nacht verbringe ich damit, mir Tötungsvarianten für Hunde einfallen zu lassen. Stundenlang bellt ein Köter ohne Unterbrechung und raubt uns den Schlaf.
 
 
9. Tag   Freitag
Tour ins Hinterland. Nach Norden auf der D 81, dann Abzweig auf die D 25 Richtung Sari. Scheiß Belag, Teststrecke, nur Löcher und Flicken. Durch Ambiegna auf die D 1 Richtung Arro, weiter Richtung Arborie, Höhenstraße mit Endurocharakter, Schweine die sich in wassergefüllten Schlaglöchern suhlen. Besserer Feldweg, ab Arborie wieder toll.
 
Ach, wie romantisch...
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Weiter bis Vico, dann auf die D 23 bis Murzo (Murzu). Ab hier stellt sich wieder das breite Grinsen ein. Die D 23 schlängelt sich in flotter Kurvenfolge hinauf über Guagno les Bains bis nach Guagno. Ein Straßen-Sandwich: Toller Belag mit rasanter Kurvenfrequenz, eingepackt in eine tolle, abwechslungsreiche Umgebung. Ein Sahnestück erster Klasse. Hinter Guagno beginnt ein Parc Naturelle, an der ersten riesigen, wilden Müllkippe haben wir aber wieder kehrt gemacht und uns in einem Restaurant am Ortseingang ein paar Drinks gegönnt. Dann wedelten wir wieder "down the hill" bis Vico. Hier wieder auf die D70, die auch zum Herantasten an die Haftungsgrenze einlädt. In Sagone wieder auf die gute alte D 81, nach Süden bis zum Campingplatz hinter Tiuccia.  Durch die Gurkerei auf den kleinen weißen Straßen geht viel Zeit verloren. Für die 110 km benötigten wir 5 Stunden ohne großartige Pausen einzulegen.
 
10. Tag  Samstag
Nachdem die Hunde wieder mit der Bellerei begonnen hatten, gesellte sich Wind mit anschließendem Regenguß dazu. Gegen 3.40 Uhr siegte der Sturm über die ersten Pavillons und zerlegte sie in ihre Einzelteile. Unseres hielt vorerst. Der Regen hatte jedoch ganze Arbeit geleistet und Stiefel, Schuhe, Kocher, Stühle und andere Dinge im Vorzelt durchtränkt. Wir beschlossen uns unserem Schicksal im Zelt zu ergeben. Andere hatten Zuflucht in den Waschräumen gesucht und sich dort mit Isomatte und Schlafsack zur Nacht gebettet. Am nächsten Morgen gegen 09.00 Uhr wagten wir einen Blick nach draußen. Unser Pavillon lag zerstört auf der leeren Nachbarparzelle, der ganze Platz sah aus wie nach einem Luftangriff. Da der Himmel keinerlei Wetterbesserung ahnen ließ, frühstückten wir erst einmal im platzeigenen Lokal. Danach beschlossen wir weiter nach Süden abzurücken. Als alle Sachen weitgehend getrocknet, und die Mopeds aufgerödelt waren, lugte die Sonne hervor und wollte uns Glauben machen, ein Wetterumschwung stünde bevor. Doch wir ließen uns nicht noch einmal verarschen. Die Regenkombis griffbereit rückten wir über die D 81 Richtung Ajaccio ab. Wir wählten die Ostroute um Ajaccio herum: N 194 Richtung Bastia, Abzweig auf die N 193 Richtung Ajaccio, Abzweig auf die N 196 Richtung Bonifacio/Propriano. Da wir erst sehr spät aus Tiuccia abgefahren waren, wollten wir ausschließlich über die schnelleren Nationalstraßen fahren, obwohl noch die D 302 und die D 555 in die gleiche Richtung verlaufen. Hinter Olmeta zweigten wir auf die D 157 ab, die uns zu unserm Campingplatz "Chez Antoine" führte. Die mageren Sanitäranlagen sind wohl in Kauf zu nehmen bei 100 FF pro Tag und direkter Strandlage. Kaum angekommen und aufgebaut begann es erneut zu regnen. Wir fuhren noch in den  Touri-Ort Propriano, den man sich aber klemmen kann. Alles teurer als anderswo. In der Nacht gesellten sich zu erneut einsetzendem Regen noch ca. 350 Ameisen in unser Innenzelt. Weiß der Geier, wie die hier eindringen konnten. Da sie uns weder bissen, noch schnarchten, beseitigten wir sie alle erst am nächsten Morgen.
 
11. Tag  Sonntag
Die Aktion mit den Ameisen dauerte doch länger, so daß wir erst gegen mittag loszogen. Zunächst galt es, am Sonntag noch Lebensmittel einzukaufen. Ein offener Librè-Service fand sich in Propriano. Nach uns wurden auch die Ladentüren verschlossen, es war jetzt schließlich 13.00 Uhr. Da wir noch nichts gegessen hatten, setzten wir uns schräg gegenüber in das schnuckelige Café Restaurant "A Marina" und bestellten Kaffee und leckeren korsischen Erdbeerkuchen. Köstlich!. Zurück am Zeltplatz überkam uns doch noch die Lust aufs Fahren und wir stiegen abermals in unsere Klamotten. Die Wolkendecke zeigte schon sehr große Löcher, und wir machten uns zum Pnt. De Campomoro südwestlich von Propriano auf. Laut Reiseführer eine tolle Strecke für Mopeds.
 
Müllentsorgung auf korsisch
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Also auf die N 196 Richtung Sartene, dann auf die D 121 Richtung Campomoro. Zu unserer Enttäuschung bestehen die ersten Kilometer wieder aus Holperstücken. Später schlängelt sich die Straße ganz angenehm um die Bergrücken. Da sind wir aber schon weitaus schönere Strecken gefahren. Wieder zurück auf der N 196 fuhren wir südlich Richtung Sartene, zweigten dann ab auf die D 258 Richtung St. Lucie. Nach 1 km beginnt die D 69, deren Verlauf wir bis Aullène  folgen wollten. Bis Loreto ist ja noch alles o.K. Dann aber wird der Belag zur Teststrecke für Zahnplomben. Wer Aullène erreicht hat, sollte nach links auf die D 420 Richtung Petreto wechseln. Der Belag ist zwar nicht besser, man wird aber mit einem grandiosen Bergpanorama belohnt. Die ganze Strecke über merkt man, daß gestern ein stürmischer Tag war. Alle möglichen Sachen liegen auf der Piste: Sand, nasser Sand, Piniennadeln, Felsbrocken, Hunde, Ziegen usw. In Petreto wechselten wir wieder auf die D 196 Richtung Süden und steuerten unseren Campingplatz an.
 
12. Tag  Montag
Heute ging es wieder nach Norden. Der D 157 Richtung Ajaccio folgend landet man automatisch auf der D 57, wenn man nicht gerade zufällig in der Gegend herumguckt. Man fährt an den Ausgrabungen von Filitosa vorbei und landet in Sollacaro. Eigentlich wollten wir die D 757 und dann die 302 nach Ajaccio nehmen. In Sollacaro ist Ajaccio allerdings nach rechts ausgeschildert. Man landet aber weiter südlich auf der N196, die aber wollten wir nicht fahren. Wir fuhren sie bis Petreto, tankten dort und zweigten dann am Ortsausgang auf die D 757 Richtung Porto Pollo ab. Nach diesem kleinen Verfahrerle ging es dann in Calzola auf die ursprünglich geplante Route Richtung D 302 nach Ajaccio. Diese Strecke kann ich nur empfehlen, durchgehend gut belegt, später kann man ab dem Col de Bellevalle die Haftgrenze seiner Reifen ausloten. Bis Pisciatello ist extreme Kurvenhatz möglich. Wir nahmen ab hier die N 196 und machten einen Abstecher in die Altstadt von Ajaccio. Hier scheinen keinerlei Straßenverkehrsregeln zu gelten, jedenfalls keine mir bekannten. An einem Platz im Herzen der Stadt parkten wir und ketten die Motorräder aneinander. In einem der kleinen Cafés am Straßenrand ließen wir es uns bei Café aû Lait und leckeren Paninis (franz. Warme Baguttesandwiches) gutgehen. Ein paar Schritte zum Hafen, dann ging es zurück zu N 196. Für die Rückfahrt empfehle ich die D 555 und sofort anschließend die D 55 Richtung Porticcio, vorbei an einem der Badestrände Ajaccios. Das hübsche Sträßchen schlängelt sich die ganze Zeit über am Meer entlang. Ein lohnender Umweg ist die Strecke über Coti-Ciavari. Diese Straße (D 55) führt durch unterschiedlichste Landschaftsformen und ist ein kleiner Leckerbissen. Oben in Coti-Ciavari sollte man noch Richtung Sendemast fahren. Irgendwann ist die Straße zu ende und man hat einerseits einen tollen Blick auf Ajaccio, andererseits auf den Golf von Valencio. Immer noch auf der D 55 geht es Richtung Aqua Doria zurück ins Tal. Hier fuhren wir auf der D 155 Richtung Propriano zum Campingplatz zurück. Leider ist auch die D 155 nichts für Leute mit einem bestehenden Bandscheibenvorfall, denn erst hinter dem Abzweig D 757 wird es besser. Insgesamt aber eine angenehme Tagestour. Noch eine Anmerkung zu den großen Kreisverkehren in Ajaccio: Wer hier mehr als eine halbe Runde fahren möchte, sollte dies tunlichst auf der Innenbahn machen. Rigoros wird von der inneren Spur aus abgebogen, egal ob man auf der Außenbahn noch eine Ausfahrt weiter fahren möchte.
 
13. Tag  Dienstag
Strandtag.
 
The Beach
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14. Tag  Mittwoch
Heute Verlegung an die Westküste Richtung Porto Vecchio. Für den Campingplatz bezahlten wir FF 376 für 4 Nächte incl. Strom. Dann ging es ab Richtung Sartene auf der N 196. Gut ausgebaut für flotten Kurvenspaß auch mit Gepäck. In Rocarpina dann immer an der Küste entlang, bis hinter Pianottolli. Dann auf die wenig spektakuläre D 859, hier auf die N 198 Richtung Bastia. Um an Porto Vecchio vorbei zu kommen, fuhren wir auf die Umgehungsstraße. Nach 6 Kreisverkehren steuerten wir die D 468 nördlich von Porto Vecchio an, zweigten dann auf die D 568 Richtung Süden und waren schon am Campingplatz Les I'llots D'or. Steigerung der Sanitäranlagen um 300%, guter Platz direkt am Strand. Kaum noch Camper, viele Biker. Auf die ADAC-Campingcard gibt es einen Nachlaß, es wird nur ein Motorrad berechnet. Einer der Verwalter spricht sogar ein wenig Deutsch. Auf der Hinfahrt haben wir ein riesiges Einkaufszentrum kurz vor Porto Vecchio auf der D 568 erspäht.
 
15. Tag Donnerstag
Die Tour in das "schönste Tal" Korsikas sollte sich als herbe Enttäuschung herausstellen: Der D 368 Richtung Zonza folgend begann schon am Anfang das große Gerüttel. Der waschbrettartige Belag der Straße setzte sich bis zum Stausee fort. Die Fahrerei wurde von Beginn an zur Rütteltour. Selbst auf meiner Enduro machte das Geholper keinen Spaß.
 
House on a hill
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In Zonza zweigten wir auf die D 268 Richtung Solenzara ab. Die bisher gut belegten Straßenabschnitte bildeten bis hier die echte Ausnahme. Die landschaftlich schöne Strecke über den Col de Bavella hätte genauso gut durch die Schweiz führen können. Eingerahmt von hohen Bergflanken schlängelt sich die schöne Strecke talwärts. Unvermittelt bremsende Autofahrer und millimetergenaue Vorbeifahrten der Autos untereinander, sorgen für Durchschnittsgeschwindigkeiten unterhalb 30 km/h. Scheintote Fahrer, die vor jeder Kurve auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen, sich dann auf den wenigen kurzen Geraden "breitmachen", zwingen den Blick auf die Straße und lassen die Lust am Fahren schnell auf 0 sinken. Als dann noch der Asphalt aufhört und dann noch eine längere Enduropassage mit tiefen Schlaglöchern und groben Kieseln auf der Piste beginnt, können die tollen Berge unseren Frust auch nicht mehr besiegen. Die Möglichkeit im Fluß zu baden lassen wir aus und freuen uns schon auf die Nationalstraße in Solenzara. Für die 90 km brauchen wir fast 3 Stunden. In Solenzara geht es dann mit Volldampf Richtung Porto Vecchio. Genervt erreichen wir den Campingplatz.
 
16. Tag   Freitag
Strand- und Gammeltag.
 
17. Tag  Samstag
Heute geht es ganz in den Süden. Die Hafenstadt Bonifacio stand auf dem Programm. Also die öden 28 km von Porto Vecchio über die N 198 abgerissen und in den Touristrom eingetaucht. Am Ortseingang landet man im Stop & Go-Verfahren erstmal am Hafen. Um dem Gedränge der Reisegesellschaften zu entgehen, fahren wir erst einmal in die Hâute Ville, die Altstadt, die oben hoch über dem Hafen liegt. Das war schon der erste Fehler, doch dazu später mehr. In der Altstadt parken wir die Mopeds zuerst auf einem Anwohnerparkplatz an einer Statue, werden aber dann von einem anderen Biker auf die knöllchenschreibende Gendarmerie aufmerksam gemacht. Also parken wir gegenüber an der Kirche und   stiefeln los. Die engen Gassen erinnern uns an Sartene, es geht aber mehr hügelig zu. Nachdem wir einige Gassen durchlaufen haben, stehen wir an einer Befestigungsmauer und sehen hinab auf den Hafen. Ohne groß nachzudenken (an den Rückweg) machen wir uns an den Abstieg ins Tal. In Lederkombis, mit Rucksack und Helmen bepackt werden wir von den meisten Lokalinsassen wie Marsmenschen begafft. Immerhin knallt die Sonne an einem wolkenlosen Himmel auf uns hinab. Wir wollen uns über eine Bootstour informieren, von der uns andere Biker erzählt hatten. Eine Grottentour und andere Sehenswürdigkeiten würde diese umfassen. Nach wenigen Metern auf der Hafenpromenade werden wir auch prompt angesprochen und an einen Stand gezerrt. Nach kurzem englisch-deutsch-französichem Palaver, kaufen wir für zusammen FF 100 zwei Tickets, lassen Helme und Jacken am Stand und besteigen das Boot. 30 Minuten später geht es los und der erste Anlaufpunkt ist eine Grotte mit türkisfarbenem Wasser und einer Öffnung in der Form Korsikas in der Decke. Irre. Weiter geht es zu insgesamt 10 oder 11 verschiedenen Punkten und nach 60 Minuten laufen wir wieder in den Hafen ein. Eine insgesamt sich lohnende Tour. Da sich im Hafen eigentlich nur Boote und Restaurants aneinanderreihen, beschließen wir in die Hâute Ville zurückzugehen.  Mit jedem Schritt bergauf wird uns unser Fehler klar. Wir hätten am Hafen parken und die Bootstour machen sollen, und wir hätten dann mit den Mopeds hochfahren und die Altstadt besichtigen sollen.
 
Bonifacio
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Total groggy und schweißnaß kommen wir nach 45 Minuten bergauf dann wieder an unseren Mopeds an und fahren dann (am Hafen vorbei) auf die N 196 Richtung Ajaccio. Unser Ziel ist der Plage de Tonorra, ca. 8 km westlich von Bonifacio an der D 358. Hier kann man mit seinem Fahrzeug bis an den Strand fahren. Genau das richtige für unsere Verfassung. Kaum angekommen und in den Sand gelegt, schiebt sich eine dicke Wolkenwand von den Bergen her vor die Sonne. Klasse! Trotzdem geht es mit Brille und Schnorchel ab ins Wasser. Hunderte von Fischen und 1a Sicht dank der Buchtlage. Nach 2 Stunden machen wir uns auf den Heimweg über die N 198.
 
18. Tag   Sonntag
Da die Rückreise nicht mehr ganz so weit weg ist, beschließen wir noch einmal etwas weiter nach Norden und somit Richtung Bastia zu fahren. Um am Abreisetag nicht eine kleine Mammuttour fahren zu müssen, fahren wir ca. 1 Stunde nach Norden und erreichen nach 75 km Aléria. Hier biegen wir auf die N 200 nach Osten ab und beziehen Quartier auf dem Campingplatz Marina d'Aleria, direkt am Strand. Bis jetzt der schönste Platz auf unserer Rundreise.
 
19. Tag  Montag
Nach dem Strandmittag gestern wollen wir heute noch einmal in die Berge und ins Landesinnere. Taktisch clever hatten wir unseren letzten Campground an der N 200 gewählt, die wir jetzt Richtung Corte fahren. Nach 12,5 km zweigen wir allerdings Richtung Pancheraccia auf die D 14 in die Berge ab. Nach ein paar hundert Metern schon die ersten Rollsplitt-Warntafeln. Mist. Wohl wieder so eine Chaos-Straße. Doch der erste Anschein trübt. Die D 14 bleibt die ganze Zeit o.K., wird ab Altiani (D 314) sogar immer besser. Durchweg guter Belag für korsische Verhältnisse und zum Schluß flott und flüssig fahrbar. Wieder auf der N 200 brausen wir Richtung Corte, einmal kurz durch die Stadt, dann in das als wunderschön gelobte Restonica-Tal. Einem Tip aus dem Velbinger folgend, wollen wir mal die Badegumpen im Fluß testen. Nur leider hängen die Wolken über dem Tal und es ist richtig frisch. Aber toll sieht es trotzdem aus: Türkisfarbene Pools mit Blick auf den Grund des Flusses.
 
Idylle am Straßenrand
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Hier hat der Reiseführer nicht übertrieben, im Gegensatz zur Beschreibung des Straßenbelages. Die Umschreibung: "Stellenweise holprig" stellt eine riesige Untertreibung dar.  Von den 12 km bis zum Talende ist höchstens einer eben und glatt. Der Rest: Waschbrett, aber in schöner Landschaft. Oben angekommen turnen wir noch ein wenig am Fluß herum, machen uns dann auf den Rückweg nach Corte. Hier gönnen wir uns in einem "Salon de thé" einen Kaffee und ein Stück "Bratapfelkuchen mit Grand Marnier. Köstlich. Nach einem kleinen Stadtbummel verlassen wir Corte, wie wir gekommen sind: Über die N 200. Wie uns jetzt klar wird, haben wir mit unserem Abstecher über die Bergdörfer eine riesige Baustelle umfahren, in der wir uns jetzt wiederfinden. Die schweren LKW's vor uns wirbeln den Staub nur so auf, und lassen uns jede Menge davon fressen. Wieder auf Asphalt sehen wir aus wie frisch paniert. Zurück auf dem Campingplatz schälen wir uns aus unseren Kombis und hüpfen erst einmal ins Meer.
 
20. Tag  Dienstag
Wetter: Windstill, wolkenlos und warm. Also ist ein Strandtag angesagt. Abends folgt dann der Stunt des Urlaubs. Blöd, wie man wohl nur im Urlaub ist, fährt man in Jeans zum Einkaufen. Passiert schon nichts, gerade Straße, 3 km geradeaus, am Ende nach 50 m rechts der Supermarkt. Ich fahre, wir nehmen ausnahmsweise die Kawa, auf der ich schon seit Jahren nicht mehr gefahren bin. Auf dem Rückweg passiert es dann: Nachdem wir wieder auf die gerade Straße eingebogen sind, fällt unser Blick auf einen Jungen auf einer Kinder-Enduro am rechten Straßenrand, der im Begriff ist, die Straße zu überqueren. Am li. Straßenrand erblicke ich eine Frau, die ihm winkt. Wohl seine Mutter. Als mein Blick wieder auf die Fahrbahn fällt, sehe ich mit Schrecken, daß das Auto vor uns auf der Fahrbahn angehalten hat, damit der Fahrer den Leuten am li. Straßenrand kurz Hallo sagen kann. Das Auto hatte ich völlig aus den Gedanken gestrichen. Jetzt scheint ein Aufprall unvermeidbar. Ich bremse voll ab und wir driften mit dem Heck nach rechts. Ich löse die Bremsen und es gelingt mir, haarscharf am li. Ende des Autos auf die leere Gegenfahrbahn auszuweichen. Dachte ich. Alles hatte haarscharf am Auto vorbei gepaßt, bis auf das re. Knie meiner Frau. Das trifft genau in das li. Rücklicht des Autos. Reflexartig springt Birgitt vom stehenden Moped und hält sich das Knie. Ich stelle das Moped an den Straßenrand und sofort kommen Leute aus einem Café und der Fahrer des Autos zu uns. Die Jeans ist zerrissen und wir stellen eine kleine Schnittwunde und Hautabschürfungen fest. Sofort kommt die Besitzerin des Cafés mit einer kompletten Erste-Hilfe-Ausstattung an, doch wir haben schon unser Motorradverbandset geöffnet. Nachdem Birgitt's Wunde desinfiziert und verpflastert ist spreche ich mit dem Fahrer des Autos. Er will keinerlei Schadenersatz, selbst die total zerstörte Leuchteneinheit will er nicht bezahlt haben. Er hat keine Lust auf den Papierkram mit der Versicherung. Ich erzähle, wie es zu dem Unfall kam, und werde noch für mein Ausweichmanöver gelobt, das wohl einige der Leute beobachtet hatten. Komisch. Alles ganz locker, keine Polizei, keine Schererei. Wir schütteln uns die Hände, fast wie alte Freunde. Er wünscht noch einen schönen Urlaub und fährt dann weiter. Wir entschuldigen uns erneut, bedanken uns bei allen Beteiligten und fahren dann die letzten Kilometer der geraden Straße, auf der ja eigentlich nichts passieren kann, zum Campingplatz zurück. Am Campingplatz angekommen kühlen wir die Schwellung und regen uns gehörig auf. Über unsere Doofheit. Hätten wir statt Lederjacke und Jeans auch die Lederhose angehabt, wäre zumindest am Knie rein gar nichts passiert. Die Stellen, die jetzt anschwellen und abgeschürft sind, wären von den Protektoren der Lederhose abgedeckt gewesen. Zum ersten Mal in Jeans und dann das. Das ist uns in Zukunft eine Lehre, es wird auch gleichzeitig das letzte Mal in Jeans gewesen sein. Den Abend verbringen wir mit dem Anlegen von kühlen Wickeln. Merkwürdigerweise bildet sich auch oberhalb der Kniescheibe an der Innenseite des li. Beines ebenfalls ein dicker Bluterguß. Hier hat sich Birgitt wohl nach dem Aufprall am Rahmen abgefangen. Hätten wir mehr Speed draufgehabt, wäre das wohl das Ende des Urlaubs und das Ende der Kawa-Gabel geworden. Wie unsere Beine dann wohl ausgesehen hätten? 5 Sekunden nicht auf die Straße geschaut wird hier in Frankreich besonders schnell bestraft. Schon mehrfach habe ich mich über unmotiviert anhaltende Fahrer aufgeregt, diese bleiben einfach stehen, um z. B. jemandem in einem Bistro zuzuwinken. Bisher war ich in Städten immer ganz auf der Hut, hier habe ich wohl zu lange auf das Kind am Straßenrand geschaut und mich über die kleine Kinder-Enduro gewundert. Wie sagt man? Wer auffährt hat Schuld. Stimmt!
 
21. Tag   Mittwoch
Nach dem Stunt gestern war noch nicht klar, ob wir heute noch eine größere Tour machen können. Aber es handelt sich ja auch nicht um eine schwere Verletzung und meine Frau ist ja auch kein Weichei. Die Prellungen machen einen guten Eindruck und die Schmerzen sind gering. Also starten wir zu einer Tour in die nordöstlichen Berge. Zunächst 24 langweilige Kilometer über die N 198 nach Norden. In Prunete biegen wir auf die D 71 Richtung Piedicroce ab. Schon in Cervione war mit klar, daß die  D 71 zu meinen korsischen TOP 10 der Straßen gehört.  Tolle Führung, tolle Landschaft, toller Belag. Die D 71 gefällt uns so gut, daß wir in Piedicroce nicht wieder zur Küste auf die D 506 wechseln, sondern bis Ponte Leccia weiterfahren. Eine korrekte Entscheidung, denn es wird immer besser. Hier kann man noch einmal ordentlich die Kuh fliegen lassen. Bis auf 2 bis 3 km welligen Belag hat die D 71 keinerlei nennenswerte Schwächen. In Ponte Leccia hat man 2 Möglichkeiten über N-Straßen wieder nach Aléria zu gelangen. Über die N 193 Richtung Bastia, oder die N 193 Richtung Corte. Wir entscheiden uns für die D 71. Wir fliegen zurück nach Piedicroce, wechseln hier aber auf die D 506 Richtung Folelli. Was klein, holprig und mit engen Spitzkehren beginnt, wächst zu einer gut ausgebauten "Rennstrecke" mit N-Charakter. Eine absolute Supertour zum Abschluß In Folelli wieder auf die langweilige N 198 Richtung Aléria.  7 km hinter Prunete zweigen wir noch einmal zu einem Leuchtturm ab, den man schon von weitem sieht. Kann man sich aber klemmen. Auf dem Zeltplatz hüpfen wir erst einmal wieder ins Meer. Abends ging es zu Fuß ins Restaurant "Le Bounty", lecker, aber ziemlich teuer.
 
22. Tag  Donnerstag
Der Abreisetag ist gekommen. Wir wollen mit der Fähre um 13.30 Uhr nach Livorno übersetzten. Bezahlen FF 330 für den Platz, man gewährt noch Rabatt auf die Campingcard. In Bastia herrscht gegen mittag irgendwie Rush-hour. Wir quälen uns zum Hafen und stellen überrascht fest, wie voll die Pier von Korsika-Ferries schon ist. Wir zeigen die Tickets und werden auf die Pole-Position geschickt. Bis nach vorne vor ein Absperrgitter fahren wir an verdutzten Autofahrern und Bikern in den langen Schlangen vorbei. Nachdem noch ein bis zwei Mopeds nach uns dasselbe machen, brechen auch andere Biker in unsere Reihe nach vorne auf. Mopeds fahren sowieso zuerst auf die Fähre.  Da die Fähre mit 45 Minuten Verspätung eintrifft, gehen wir erst um 19.00 Uhr, statt 18.00 Uhr in Livorno von Bord. Da ist es mit den vielen Kilometern Richtung Verona schnell vorbei. In Lucca an der SS 112 versuchen wir ca. 1 Stunde lang ein Zimmer zu bekommen. Alles voll. Also weiter Richtung Verona. Zwei Orte weiter steigen wir gegen 22.00 Uhr ein einem kleinen Hotel ab. Genervt von den bekloppten italienischen Auto- und LKW-Fahrern essen wir im angrenzenden Restaurant noch eine Pizza und fallen dann wie die Steine ins gemütliche Bett.
 
23. Tag   Freitag
Scheiß Wetter in der Toskana. Aufgrund des Dauerregens beschließen wir einen Gammeltag auf dem Hotelzimmer zu verbringen, gönnen uns aber erst ein ausgiebiges Frühstück in der Hotelbar.
 
24. Tag  Samstag
Heute ist der Urlaub endgültig vorbei. Wir frühstücken wieder ausgiebig in der Hotelbar, anschließend werden die Mopeds gepackt.  Das Wetter zeigt sich zwar nicht von der besten Seite, aber wir müssen ja trotzdem um 16.00 Uhr in Verona sein, da dann die Verladezeit für die Zugreise nach Köln beginnt. Wir fahren auf einer sehr schönen Straße gemütlich durch die Toskana. Da wir fast ja schon fast in der Gegend von Maranello sind, machen wir einen Abstecher ins Ferrari-Städtchen. Völlig genervt von der italienischen Fahrweise fahren wir an dem Ferrari-Werk vorbei. Wir quälen uns weiter über die langweiligen Straßen und erreichen um ca. 15.00 Uhr Verona. Dort werden wir schon von einem freundlichen, älteren Herren begrüßt und über die Verladung informiert. Ca. 2 Stunden früher als vorgesehen werden die Waggons beladen und wir haben noch sehr viel Zeit uns den Bahnhof und Umgebung anzusehen. Um 19.00 Uhr sind wir dann im Zugabteil und lassen den Urlaub ausklingen.
 
25. Tag   Sonntag
09.40 Uhr Köln, Regen, Außentemperatur 9° C. Regenzombies an und ab nach Hause.
Der Urlaub ist vorbei!  Wir haben uns sehr gut erholt, Korsika war toll, Italien scheiße.
Fettich!!!
 
 
 
 
 



TIPS & TRICKS  

 
 

REISEFÜHRER:

Wir benutzten folgenden Reiseführer:
Schröder / Pagenstecher
"Korsika"
Verlag Martin Velbinger
ISBN: 3-88316-015-6

 

Kartenmaterial:
 
CORSE
Michelin Karte Nr. 90
1:200000
ISBN: 2-06-700090-X

Campingführer:

ADAC-Camping Caravaningführer '98
Band 1
Südeuropa
DM 29,80

und

Schröder / Pagenstecher
"Korsika"
Verlag Martin Velbinger
ISBN: 3-88316-015-6
 
 
 

Adressen:
 
Campingplätze:
Preisangaben pro Nacht für 2 Motorräder / 2 Personen / 1 Zelt / Strom in der Nebensaison.

Norden:

Camping D'OLZO
Pierre Beltramelli
20217 St. Florent
Tel: 04.95.37.03.34
Fax: 04.95.37.09.55
Preis: 96,- FF
Sanitäranlagen O.K., Kleines Restaurant und Minimarkt am Platz (nicht i.d. Nachsaison), Strand 15 min zu Fuß, 1. Platz vor St. Florent (von Bastia kommend). Weiterer Platz am Ortsausgang direkt am Strand.

Westen:
 
Camping A Marina
Famille Fabiani
Am Golf de Liscia, südlich von Sagone.
20111 Calcatoggio
Tel: 95.52.21.84
Fax: 95.52.30.76
Preis: 87,- FF
Sanitäranlagen O.K. Kleines Restaurant und Minimarkt am Platz. Jede Parzelle mit Bäumen oder Pavillons. Betonharter Boden. Direkte Strandlage. Holzhütten und Bungalows erhältlich.
Bellende Hunde in der Nacht (Tierheim ?)

Südwesten:

Campitello Camping
Chez Antoine
Marinca D'Olmeto
20113 Olmeto Plage (nördl. von Propriano an der D157)
Tel: 95.76.06.06
Preis: 94,- FF
Sanitäranlagen schlecht. Kein Restaurant oder Minimarkt am Platz. Direkt am schönen Strand. Wird von einer deutsch - Französin geführt. Gute Pizzeria/Restaurant nebenan. Ätzend viele Ameisen.

Südosten:

LES I'LLOTS D'OR
20137 Porto Vecchio (an der D 568)
Tel / Fax: 04.95.70.01.30
Preis: 75,- FF
Riesiger, ruhiger Platz in einer ruhigen Bucht direkt am Strand (fast schon Seeufer)
Sanitäranlagen top. Kleines Restaurant und Minimarkt am Platz (nicht i.d. Nachsaison). Verwalter sprechen teilweise deutsch. Rabatt (nachfragen) auf Campingcard.

Osten:

MARINA D'ALERIA
20270 Aleria
Tel: 04.95.57.01.42
Fax: 04.95.57.04.29
Preis: 84,75 FF
Riesiger Platz direkt am Strand
Sanitäranlagen top. Kleines Restaurant und Minimarkt Bar am Platz. Verwalter sprechen teilweise deutsch. Rabatt (nachfragen) auf Campingcard.



 
 
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