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Österreich   September   1997
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 Last Update: 01.05.1998
 
 
 
 
Folgenden Text / Bilder kann man direkt anwählen:
 buttblue.gif Reisebericht  buttblue.gif Groß-Glockner  buttblue.gif Kaunertal
 buttblue.gif Kaunertal Gletscher  buttblue.gif Mautstation  buttblue.gif Nach der Tour...
 buttblue.gif Kirchturm  buttblue.gif Zahnstocher  buttblue.gif Liegestuhl
 buttblue.gif Tips & Tricks  buttblue.gif Kartenhinweis  buttblue.gif Adressen
 
 
 

 
 
Reisebericht
 
1.Tag. Freitag
Wie immer versuchten wir, auch in diesem Jahr der öden Autobahn zu entkommen und buchten einen Reisezug von Düsseldorf nach Lörrach. Die spätere Rückreise wollten wir von München aus antreten, da unsere Tour in der Nähe von Salzburg enden sollte. Das gestaltet sich eigentlich recht preiswert, man kann noch ein wenig relaxen und bekommt morgens noch ein Frühstück. Pro Person kostet das je nach Saison ca. 160,- für Hin- und Rückfahrt. Für die Kohle kann man fast kaum selbst dort 'runterfahren. Da wir mittlerweile echte Reisezugprofis sind, kann man ein recht genaues Timing für das Einchecken anwenden und braucht keine Angststunden vorher vor Ort zu sein. Da wir bis Lörrach transportiert wurden, bot sich eine Anreise durch die Schweiz an. Grobe Richtung: St. Gallen / Appenzell. Wir fuhren zunächst über die E 316 Rheinfelden nach Bad Säckingen. Hier über die Grenze und weiter nach Laufenburg, Zurzach, Kaiserstuhl nach Winterthur. Hier quälten wir uns mit einer ständigen "roten Welle" im Berufsverkehr durch die Stadt. Ätzend. Dann nach einem kurzen Verfahrerle auf die B15 Richtung Steg. Hier tauchten die ersten brauchbaren Kurven auf, die wir mit Freude durchfuhren. In Steg 'runter von der B15 und ab Richtung Hulftegg und dann weiter über Mosnang nach Bütschwil. Hier auf die B16 und über die B8 nach Lichtensteig. Von dort aus zum ersten Hotel, dem Gasthaus Krone in Schönengrund an der B8. Die Zimmer hatten wir schon dank E&G Hotelführer ( siehe auch Reisebericht Schweiz 1996 ) von Deutschland aus reserviert. Man erwartete uns schon, bot uns wieder (wie fast immer in der Schweiz) überdachte First Class Unterstellplätze für unsere Motorräder an und zeigte uns die guten und sauberen Zimmer im (ächz) 2. OG. Wir meldeten uns zum Abendessen an und nahmen erst einmal ein paar Drinks auf der noch sonnigen Veranda.
 haste mal 'nen Zahnstocher?
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Für das Doppelzimmer mit Du. / WC bezahlten wir angemessene sFr. 52.- pro Person/Nacht. Nach einem üppigen Abendessen und der Tourplanung für den nächsten Tag fielen wir doch recht erschöpft ins Bett.
 
 
2. Tag Samstag
Nach einem echten Appenzeller Frühstück wollten wir eigentlich viel lieber wieder ins Bett. Die Bäuche voll und draußen: Regen! Wie bei Forrest Gumpp: Regen von oben, von rechts, von links, von vorne, usw. Egal, denn schließlich galt es, endlich das Einsatzgebiet zu erreichen: Österreich. Also, rein in die Regenkombis und rauf auf die Mopeds und dann wieder auf die Straße. Aber halt. Da war es wieder, das Problem: samstags tanken in der Schweiz, ohne Geldscheine. Nur Automaten, keine der gängigen Karten werden akzeptiert. Also bis zur nächsten großen Stadt zittern und beten.: Laß uns eine offene Tankstelle mit einem lebenden Tankwart finden. Echt, tanktechnisch gesehen wie in einem Entwicklungsland. Wie man sieht, hatten wir Glück, denn sonst wäre der Reisebericht hier zu Ende. Nachdem die Tanks voll waren, ging's auf die B 190 Richtung Bludenz, dann auf die S 16 Richtung St. Anton, weiter über Landeck, Imst auf die B 171 ins Ötztal nach Sautens zu unserem 1. Quartier, dem Gasthof "Pension Post". Hier bezogen wir unsere Zimmer, die für 380 öS pro Person incl. Halbpension ganz o.k. waren. Da in dieser Pension Motorradfahrer gerne gesehen sind, waren Unterstellplätze in einer Großgarage obligatorisch. Das Haus verfügt über Fitness-Raum, Sauna und Aufenthaltsraum und über ein reichhaltiges und leckeres Speiseangebot.
 relaxen...
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   Nach Reinigung unserer Klamotten und Instandsetzung des Wassereinbruches am Steckverbinder der Funksprechanlage ließen wir den Abend in der Sauna ausklingen und wärmten uns dort auf. Wie wir später feststellten, muß die Sauna gesondert bezahlt werden. Wir durften jeden Abend zwischen 2 Hauptgerichten auswählen, die meistens sehr lecker waren. Morgens konnte man sich am Frühstücksbufett laben.
 
 
3. Tag Sonntag
Tourstart zum Kaunertalgletscher von Sautens aus über kleine Sträßchen nach Arzl, Wenns, Piller, durchs Kaunertal am Stausee Gepatsch
Kaunertal
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 vorbei, bis zur Weißseespitze. Am Fuße des Gletschers pausierten wir und sahen uns das bunte Treiben an.
Kaunertaler Gletscher
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Da das ZDF von hier oben einen Musikantenstadl gesendet hatte, war hier jede Menge los. Skifahrer, Wanderer, Motorradfahrer und Schaulustige tummelten sich hier zwischen Übertragungswagen und Festzelten. Nach kurzem Mittagessen machten wir uns wieder auf die Reise zurück zum Taleingang. Dann weiter auf der B 315 Richtung Nauders. Da heute Sonntag ist quälen sich "Hans und Franz" über den Reschenpaß Richtung Meran. Wir bestaunen den Kirchturm im Reschensee, dann quälen wir uns weiter über die S 40 und S 38 bis nach Meran.
vergessener Kirchturm im See
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Da es schon ziemlich spät ist zweigen wir hier ab auf die S 44 Richtung St.Leonhard, weiter über das Timmelsjoch und Sölden über die B 186 ins Ötztal. Erschöpft kehren wir ins Hotel zurück und lassen den Abend in der Sauna ausklingen.
 
 
4. Tag Montag
Heute beschließen wir den nordwestlichen Teil Österreichs abzuklappern. Von Sautens aus geht es auf der 171 bis Imst, dann über die 189 (Fernpaß) bis nach Biberwier. Hier erkennen wir woher der Fernpaß seinen Namen hat: Man sollte ihm besser fernbleiben. Jede Menge LKW's und Überholverbotsschilder machen uns das Leben schwer. Dann geht es auf die 314 Richtung Reutte, hier weiter auf der B 189 Richtung Stanzach, in Weißenbach auf die B 199 durchs Tannheimer Tal. In Oberjoch nehmen wir die 308 bis Sonthofen. Hier legen wir eine Mittagspause ein und trinken ein paar Kaffee. Dann geht es weiter auf der B 19 Richtung Oberstdorf. In Fischen zweigen wir auf die B 200 Richtung Bregenz ab. In Müselbach geht es über Egg und Andelsbuch Richtung Hochtannbergpaß. Diese Straße kennen wir schon aus den Wintermonaten vom Skifahren. Wir hatten uns immer schon vorgenommen mal im Sommer mit den Motorrädern hier herzufahren. Daß sich das Warten gelohnt hat, bewahrheitet sich jetzt. Eine traumhaft schöne Straße zieht sich praktisch über Mellau, Au, Schröcken, Warth, Holzgau, Elbigenalp bis Elmen. Hier nehmen wir die einzige Verbindung, um über die Lechtaler Alpen wieder nach Imst zu gelangen. Weiter fahren wir Richtung Sautens zu unserem Hotel. Die Tagesetappen liegen zwar bei 270 bis ca. 300 km, lassen sich aber ohne Ermüdungserscheinungen bequem bewerkstelligen.
 
 
5. Tag Dienstag
Heute fahren wir die unfreiwillige Mega-Etappe. Da wir keine Autobahnvignetten haben, wollen wir auch Autobahnfahrten vermeiden und müssen so später einen riesen Umweg fahren. Dazu erfahrt Ihr gleich mehr. Zunächst fahren wir von Sautens Richtung Innsbruck auf der 171. In Telfs jedoch wechseln wir auf ein kleines weißes Sträßchen Richtung Leutasch. Dort dann weiter nach Mittenwald. In Mittelwald Richtung Garmisch Partenkirchen auf die B 11. Kurz hinter Wallgau verlassen wir die B 11, um Richtung Vorderriß nach Westen abzuzweigen. In Vorderriß geht es weiter nach Südosten ins Rißtal, bis ans Talende nach Eng. Hier wollten wir eigentlich eine Pause machen, doch Heerscharen von Reisebustouristen lassen uns schnell wieder flüchten. Auf dem Hinweg hatten wir eine kleine Hütte am Straßenrand bemerkt, an der einige Personen saßen. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine Einpersonenwirtschaft mit Ausschank im Wohnzimmer. Wir bestellen hausgemachten Apfelstrudel und Kaffee (was anderes gab es auch gar nicht). Nach 10 Minuten können wir unsere Sachen aus der Wohnstube abholen und dürfen sogar noch das hauseigene Plumpsklo benutzen. Das alles für umgerechnet ca. 30,-DM. Ist doch fast geschenkt! Frisch gestärkt schmeißen wir uns wieder auf unsere Sitzbänke und verlassen das Tal so wie wir gekommen sind. In Vorderriß geht es dann nach Osten Richtung Achenpaß. Hier weiter auf der B 181 Richtung Achensee. In Maurach schwenken wir noch mal nach Westen Richtung Pertisau/Plumsersattel. Das Tal ist keine nennenswerte Schönheit, aber sonst ganz nett. Zurück in Maurach fahren wir Richtung Jenbach, hier parallel zur B 171 bis nach Stans. Weiter über Schwaz, Vomp und Terfens bis nach Gnadenwald und Hall. In Hall dann noch einmal nach Herrenhauser. Um Innsbruck großräumig zu umfahren, begehen wir den Fehler und fahren über Tulfes, Igels, Patsch, Mülhtal, Ellbögen bis nach Matrei am Brenner. Denn erst hier können wir auf die Bundesstraße S 12, die uns wieder nach Norden führt. Ein riesiger Umweg.
An der Maut-Station
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Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, beschließen wir durch das Sellreintal nach Sautens zurückzufahren. Hätten wir das nur nicht gemacht! Als wir über Mutters, Natters und Götzens die betreffende Straße erreichen, wechseln sich Ampeln und Baustellen ab. Ständig heißt es: 70, 50, 30, rote Ampel. Wir kriegen die Krise. Wir fahren über Gries, St. Sigmund bis nach Kühtai. Da hier schon die Dunkelheit über uns hereingebrochen ist, sehen wir die schwarzen Kühe in den Spitzkehren erst im letzten Moment. Ein paarmal kann ich die Nachfolgenden noch vor Schafen, Pferden und Kühen auf der Straße warnen. Echt schweißtreibend. In Ötz angekommen brauchen wir nur noch in den nächsten Ort bis nach Sautens. Gott sei Dank bekommen wir in dem Hotel noch etwas zu essen, obwohl es schon sehr, sehr spät ist. Der Abend endet sehr schnell in den Betten.
 
 
6. Tag Mittwoch
Heute verlegen wir unser Quartier nach Saalbach/Hinterglemm, um die Strecken in diesem Gebiet noch abzugrasen. Noch einmal wollen wir uns das Desaster mit der Innsbruckumfahrung nicht antun und beschließen auf der B 171 mitten durch zu fahren. Auch hier verzweifeln wir an der tollen Beschilderung und an dem ständigen Stop and Go durch die Abgase. Wir schwenken ab auf die B 169 Richtung Mayrhofen. Gönnen uns in Aschau noch den Abstecher über die Zillertaler Höhenstraße. Weiter geht es über Zell am Ziller auf die B 165 Richtung Gerlospaß (Maut). Hier besichtigen wir noch die sagenumwobenen Krimmler Wasserfälle (lach), um dann über Mittersil und die B 168 bis Zell am See zu fahren. Hier nach Norden auf die B 311 durch einen Tunnel Richtung Saalfelden/Bad Reichenhall. Kurz vor Maishofen dann nach Westen ins Glemmtal. Hier hatten wir ein Zimmer bei Christa und Günther Fresacher im Landhaus Jausern. Dieses Haus empfiehlt sich in zweierlei Hinsicht: Der Chef kocht selber und er fährt Motorrad. Besser geht es nicht. Die Zimmer sind sehr gut, es gibt eine riesige Motorradgarage und jeden Tag ein 4-Gänge-Menue (Halbpension). Preis pro Person und Nacht 44,- DM, Halbpension 19,- DM. Dazu kann man nun wirklich nichts sagen. Für heute lassen wir es gut sein und relaxen in angenehmer Atmosphäre.
so, Feierabend für heute...
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Die Tour von gestern hat doch Spuren hinterlassen.
 
 
7. Tag Donnerstag
Heute geht es zunächst einmal Richtung Zell am See, dann nach Westen über die B 168 bis nach Mittersill. Hier nach Süden durch den Felbertauerntunnel und dem Matreier Tauernhaus bis nach Huben. Hier nach Westen über Döllach und St. Jakob bis zum Stallersattel. Das Sträßchen ins italienische Antholzertal ist so klein und eng, daß es nur wechselweise befahren werden kann. Zur vollen Stunde werden die Schranken auf dem Berg geöffnet und man hat 15 bis 20 Minuten Zeit die Talstation zu erreichen. Zur halben Stunde wird dann die Talstation geöffnet und das Spiel geht andersherum. Ist man also 15 Minuten nach Beginn der vollen Stunde nicht von der Bergstation abgefahren, kann man bis zur nächsten vollen Stunde in der Schlange warten. Da wir ein perfektes Timing haben (reine Glücksache), gelang es uns, zur vollen Stunde an der Schranke zu stehen. Wir hatten aber leider nicht mit dem Österreichischem Zöllner gerechnet, der den Ausweis meines Kollegen kontrollierte. Der Ausweis war leider seit einem Monat abgelaufen, so daß ein Strafgeld von 50,- DM bezahlt werden mußte. Damit hatte man aber noch keine "Aufenthaltsgenehmigung" erworben, so daß dieses Strafgeld an jedem Grenzübergang einbehalten werden könnte. Ob uns der italienische Zöllner ohne gültige Papiere ins Land lassen würde, war noch fraglich. Der grinste jedoch nur und wies uns darauf hin, daß wir nur noch 1 Minute und 30 Sekunden zum Losfahren hatten. Also, Klamotten einpacken, aufrödeln und los. Durch die Verzögerung am Grenzposten fuhr natürlich die Autokarawane jetzt vor uns, so daß wir das Sträßchen nicht so richtig genießen konnten. Am Ende des Tals bogen wir nach Westen auf die S 49 Richtung Toblach ab. In Toblach dann wieder Richtung Österreichische Grenze / Lienz. In Lienz nahmen wir die B 107 Richtung Großglockner-Hochalpenstraße. Wir fuhren über Heiligenblut zunächst einmal zur Franz-Josefs-Höhe.
Groß-Glockner
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Hier besichtigten wir noch das Hospiz, das kurze Zeit später ausbrannte. Weiter ging es über Ferleiten, Zell am See, zurück nach Sautens. Diese Strecke ist wunderschön, kostet aber irrsinnig viel Maut. Die Tageskarte für 1 Motorrad kostet 460 öS = 33,-DM. Wahnsinn! An Maut zahlten wir noch für den Felbertauerntunnel 15,70 DM, für die Silvretta-Hochalpenstraße 20,-DM, jeweils pro Motorrad!
 
 
8. Tag Freitag
Heute wollten wir uns den Nordwesten des Zielgebietes vornehmen. In Worten: Maishofen, Saalfelden, über Maria Alm, den Dientner Sattel, bis nach Bischofshofen. Hier auf die B 99 bis Niedernfritz, nach St. Martin auf die 166, über Annaberg, Rusbach, bis nach Gosaumühle am Hallstetter See, weiter nach Bad Ischl. Hier nach Westen über die B 158 bis nach Strobl. Hier sollte man auf keinen Fall weiterfahren, sondern nach Südwesten zur Postalm. Man kann sich hier in etlichen Kehren austoben. Die gut ausgebauten Straßen verleiten zu flotter Gangart. In Pichl nahmen wir die B 162 Richtung Gollingen. Den Weg nach Hallein sollte man unbedingt über St. Koloman nehmen. Auch hier wird man mit einer tollen Strecke belohnt. In Hallein fuhren wir Richtung Dürnberg auf die Purtscheller Höhenstraße und nahmen dann die B 305 Richtung Berchtesgaden. Hier blieben wir bis zum Abzweig B 312 nach Lofer. Auch die Strecke zwischen Hallein und Lofer ist ein echtes Sahnestück. Weiter ging es auf der B 311 über Saalfelden, Maishofen zurück nach Saalbach. Den letzten Tag konnten wir noch bei schönem Wetter voll auskosten, morgen geht es ab Richtung Reisezug in München.
 
 
9. Tag Samstag
Nur keinen Streß! Schließlich fährt der Reisezug erst um 14.00 Uhr, also haben wir genügend Zeit, um auf Landwegen bis nach Kufstein zu kommen. Dachten wir! Wir hatten jedoch nicht mit dem Phänomen "Almabtrieb" gerechnet. Das sieht wie folgt aus: In jedem kleinen Kleckersdorf werden Kuhherden von betrunkenen Bauern über die Dorfstraßen nach Werweißwohin getrieben. Im ersten Dorf konnten wir dieses Phänomen noch nicht zuordnen und wunderten uns über eine lange Autoschlange mitten auf der Landstraße. Vorsichtig fuhren wir an dem Blechwurm vorbei, vielleicht hatte es ja einen Unfall gegeben. Kurz vor dem Dorfeingang trauten wir unseren Augen nicht, als wir die Kuhherde samt Treiber auf der Straße sahen. Vorsichtig näherten wir uns und rollten zuerst im Schrittempo hinter den Viehchern her, um sie dann in einem taktisch günstigen Augenblick zu überholen. Diese Aktion dauerte ca. 15 Minuten. Geschafft, dachten wir! Als wir nach 5 Minuten Fahrt auf eine erneute Autoschlange stießen, fielen uns fast die Kinnladen unter den Helmen herunter. Jedes Dorf hat seinen eigenen Almabtrieb. Wenn wir jetzt umdrehen würden, müßten wir durch die gerade passierte Tierherde wieder zurück, was noch mehr Zeit kosten würde. Also zählten wir auf unserer Karte die Anzahl der Dörfer bis nach Kufstein und entschieden uns für diesen Weg. Nach 2 Dörfern ist man schon so abgebrüht, daß man die schimpfenden Bauern ganz einfach ignoriert und sich unter die Tiere mischt. Entnervt erreichten wir 1 ½ Stunden hinter dem Zeitplan den rettenden Grenzübergang Kufstein-Nord. Hier nahmen wir die A 93 Richtung Rosenheim, dann die A 8 Richtung München. Hier erreichten wir nach kurzem Fragen den Verladebahnhof knapp, aber noch rechtzeitig. Insgesamt fuhren wir etwas über 2.500 km (netto) in 9 Tagen. Der Sonnengott war stets an unserer Seite, nur am ersten und letzten Tag hat es geregnet. Adressen und Infos weiter unten!
  


TIPS & TRICKS, Buchhinweise, Adressen, etc.:

TANKEN IN DER SCHWEIZ:

Wir hatten doch sehr oft mit einer gesicherten Spritversorgung (nein, nicht dem hochprozentigen Sprit) zu kämpfen. Grund: fast alle Tankstellen sind Automatentankstellen, die nur Geldscheine oder Plastikgeld akzeptieren. Haha dachten wir, Plastikkarten hatten wir zu Hauf, aber keine der Karten wurde akzeptiert. Egal ob Visa, Eurocard, American Express oder EC-Karte: obwohl die Zapfsäulen für diese Karten ausgelegt zu sein schienen (Hinweisaufkleber) wurden wir jedesmal abgewiesen. Da kommt man ohne passende Geldscheine doch dann arg ins schwitzen. Besonders wenn man abends in irgendeiner verlassenen Berggegend nach einer Tankstelle suchen muß.
 
 

REISEFÜHRER:

Wir benutzten folgenden Reiseführer:

 
E & G Hotelführer (kostenlos) , vom Schweizer Verkehrsbüro, Kaiserstr. 23,
60311 Frankfurt / Main
 
 

KARTENMATERIAL:

Österreich, Michelin Karte 426, 1:400000

Adressen:

Schweiz:

Gasthaus Krone
9105 Schönengrund
Tel: 071/361 11 66
Fax: 071/361 11 61
 
 

Österreich:
 
Gasthof Pension Post
Inh.: A. Parth
A-6432 Sautens, Ötztal / Tirol
Tel: 05252 - 6237
Fax: 05252 - 21224
 
Landhaus Jausern
Günther und Christa Fresacher
A-5753 Saalbach 479
Tel: 06541 - 7341
Fax: 06541 - 7341 10



 
 
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